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Bezirksrat fordert Freizeitheim, IGS und Bootsanleger

Döhren-Wülfel Bezirksrat fordert Freizeitheim, IGS und Bootsanleger

Unabhängig davon, dass die Stühle der CDU-Fraktion im Freizeitheim Döhren am vergangenen Donnerstag leer blieben, verabschiedete der Bezirksrat etliche Änderungsanträge zum städtischen Haushalt 2017/2018. Dazu gehören Gelder für ein neues Freizeitheim, eine neue IGS, ein Kolumbarium und einen Leine-Bootsanleger für Döhren.

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Der Bezirksrat wünscht sich einen Ersatz für das in die Jahre gekommene Freizeitheim: In einem Neubau sollen auch Bürgeramt, Stadtteilbibliothek und ein Jugendzentrum Platz finden.

Quelle: Michael Thomas (Archiv)

Hannover. Neben der komplette CDU-Fraktion entzog sich auch Linken-Bezirksratsherr Manfred Milkereit den entsprechenden Debatten und Abstimmungen, indem er sich bei diesem Tagesordnungspunkt demonstrativ in den Zuschauerbereich des Thurnithisaals setzte und angeregte Gespräche mit einem Besucher führte. „Für mich ist das alles ein Schaulaufen, die Änderungsvorschläge der Bezirksräte zum Etat werden vom Rat sowieso ignoriert“, so Milkereits Begründung.

Verabschiedet wurden 13 von der SPD-Fraktion eingebrachte Änderungsanträge und vier der Grünen; jeweils drei davon überschnitten sich inhaltlich. Bis auf einen Punkt stimmte der Bezirksrat einmütig ab, also auch mit den beiden Stimmen von FDP und „Die Partei“. Auf der Wunschliste des Gremiums tauchten unter anderem auf:

Neues Freizeitheim: Die Verwaltung soll dem Bezirksrat Kosten und Zeitplan für einen Neubau des Freizeitheims nach neuestem energetischen Standard vorlegen. In den Komplex seien auch Bürgeramt, Stadtteilbibliothek, Jugendzentrum und Gastronomie zu integrieren. Die bereits langfristig eingeplanten Gelder sollen in die mittelfristige Planung des städtischen Haushalts überführt werden.

Neue IGS: Der Bezirksrat fordert die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) für Döhren-Wülfel. Nach Berechnungen der SPD leben derzeit knapp 2200 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren im Stadtbezirk, die eine weiterführende Schule besuchen müssen. Vor Ort stünden nur sehr wenige Plätze zur Verfügung, da es in Döhren-Wülfel bislang lediglich die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule und die Glockseeschule als weiterführende Schulen gebe; anzustreben sei jedoch eine wohnortnahe Beschulung für möglichst viele Kinder.

Kolumbarium: Im Etat für 2017 sollen 20­ 000 Euro Planungskosten für den Umbau einer Kapelle auf dem Seelhorster Friedhof zu einem Kolumbarium - einem Ort zur Aufbewahrung von Urnen - eingestellt werden. Das Geld für den Umbau sei dann für 2019 bereitzustellen, so die Politiker.

Bootsanleger: Zum wiederholten Male fordert der Bezirksrat eine Bootsanlegestelle für Wasserwanderer in Döhren. Diese soll am Leineufer zwischen der Gänseanger-Brücke und dem Vereinsgelände des Paddel-Klubs Hannover (nahe der Schützenallee) installiert werden; dieser Standort war schon 2014 in einer Machbarkeitsstudie vorgeschlagen worden.

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Döhren in Zahlen
  • Stadtbezirk : Döhren-Wülfel, 8. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 33.593
  • Einwohner je Stadtteil: Döhren (13.277 Einwohner), Mittelfeld (8.166 Einwohner), Seelhorst (3.844 Einwohner), Waldhausen (2.136 Einwohner), Waldheim (1.815 Einwohner) und Wülfel (4.355 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 2.035 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahl : 30519
  • Markantes aus der Geschichte : Döhren wurde im Jahr 983 als „Thurnithi“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Döhrener Turm wurde 1382 errichtet. Seit 1907 gehört der Ort zu Hannover.
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