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Döhren Bezirksrat fordert Freizeitheim, IGS und Bootsanleger
Hannover Aus den Stadtteilen Döhren Bezirksrat fordert Freizeitheim, IGS und Bootsanleger
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00:15 15.01.2017
Von Michael Zgoll
Der Bezirksrat wünscht sich einen Ersatz für das in die Jahre gekommene Freizeitheim: In einem Neubau sollen auch Bürgeramt, Stadtteilbibliothek und ein Jugendzentrum Platz finden. Quelle: Michael Thomas (Archiv)
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Hannover

Neben der komplette CDU-Fraktion entzog sich auch Linken-Bezirksratsherr Manfred Milkereit den entsprechenden Debatten und Abstimmungen, indem er sich bei diesem Tagesordnungspunkt demonstrativ in den Zuschauerbereich des Thurnithisaals setzte und angeregte Gespräche mit einem Besucher führte. „Für mich ist das alles ein Schaulaufen, die Änderungsvorschläge der Bezirksräte zum Etat werden vom Rat sowieso ignoriert“, so Milkereits Begründung.

Verabschiedet wurden 13 von der SPD-Fraktion eingebrachte Änderungsanträge und vier der Grünen; jeweils drei davon überschnitten sich inhaltlich. Bis auf einen Punkt stimmte der Bezirksrat einmütig ab, also auch mit den beiden Stimmen von FDP und „Die Partei“. Auf der Wunschliste des Gremiums tauchten unter anderem auf:

Neues Freizeitheim: Die Verwaltung soll dem Bezirksrat Kosten und Zeitplan für einen Neubau des Freizeitheims nach neuestem energetischen Standard vorlegen. In den Komplex seien auch Bürgeramt, Stadtteilbibliothek, Jugendzentrum und Gastronomie zu integrieren. Die bereits langfristig eingeplanten Gelder sollen in die mittelfristige Planung des städtischen Haushalts überführt werden.

Neue IGS: Der Bezirksrat fordert die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) für Döhren-Wülfel. Nach Berechnungen der SPD leben derzeit knapp 2200 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren im Stadtbezirk, die eine weiterführende Schule besuchen müssen. Vor Ort stünden nur sehr wenige Plätze zur Verfügung, da es in Döhren-Wülfel bislang lediglich die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule und die Glockseeschule als weiterführende Schulen gebe; anzustreben sei jedoch eine wohnortnahe Beschulung für möglichst viele Kinder.

Kolumbarium: Im Etat für 2017 sollen 20­ 000 Euro Planungskosten für den Umbau einer Kapelle auf dem Seelhorster Friedhof zu einem Kolumbarium - einem Ort zur Aufbewahrung von Urnen - eingestellt werden. Das Geld für den Umbau sei dann für 2019 bereitzustellen, so die Politiker.

Bootsanleger: Zum wiederholten Male fordert der Bezirksrat eine Bootsanlegestelle für Wasserwanderer in Döhren. Diese soll am Leineufer zwischen der Gänseanger-Brücke und dem Vereinsgelände des Paddel-Klubs Hannover (nahe der Schützenallee) installiert werden; dieser Standort war schon 2014 in einer Machbarkeitsstudie vorgeschlagen worden.

Die katholischen Christen in Hannovers Süden werden künftig von Laatzen aus betreut. Nachdem das Bistum Hildesheim bereits im Sommer die Neustrukturierung seines Seelsorgepersonals bekanntgegeben hatte, steht nun fest: Der Laatzener Thomas Berkefeld wird den neuen Pastoralbereich Süd leiten.

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