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Der Grüne Faden soll verlängert werden

Sehenswürdigkeiten in Döhren Der Grüne Faden soll verlängert werden

Der Grüne Faden, der Spaziergänger zu Sehenswürdigkeiten im Stadtbezirk Döhren-Wülfel führt, ist jüngst im Rahmen einer spektakulären Gemeinschaftsaktion erneuert worden. Doch der Bezirksrat möchte mehr: Auf Antrag der Grünen-Fraktion hat er in seiner vergangenen Sitzung mehrheitlich beschlossen, dass die Verwaltung ihre Zustimmung zur Aufnahme weiterer Punkte erteilen soll. 

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Jugendliche haben mitgeholfen, den Grünen Faden zu erneuern.

Quelle: Archiv

Döhren. In einer Liste bislang nicht erwähnter Ziele ist die Glockseeschule ebenso vertreten wie die deutsch-französische Kindertagesstätte Die kleinen Gallier oder das Jugendzentrum an der Peiner Straße, in dem deutsche Hip-Hop-Meister trainieren. Auch werden das ehemalige Wohnhaus von Kurt Schwitters in der Waldhausenstraße, der Freundschaftshain an der Schützenallee, die Elektrotankstelle auf dem TÜV-Gelände oder die im Bau befindliche Kletterhalle des Alpenvereins aufgeführt.

„Heimat entwickelt sich fort“, sagte Grünen-Fraktionschef Björn Johnsen zur Begründung des Antrags. Bislang endet die Auflistung von 42 Sehenswürdigkeiten aus Döhren und Waldhausen im Jahre 1981, als das Üstra-Depot eröffnet wurde. Doch seither habe sich einiges getan, argumentiert Johnsen. Zudem hätten etliche der „Hingucker“ alten und neueren Datums Bedeutung weit über den Stadtbezirk hinaus.

Auf uneingeschränkte Zustimmung stieß der Antrag der Grünen allerdings nicht. Linken-Vertreter Manfred Milkereit vermisste Kriterien, nach denen neue Sehenswürdigkeiten dem Grünen Faden zugeschlagen werden - er stimmte als Einziger gegen den Vorschlag. Von einer Verwässerung der Ursprungsidee sprach der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Schade: Schließlich hätten Döhrener Vereine die 4,6 Kilometer lange Linie 1983 anlässlich der 1000-Jahr-Feier des Stadtteils auf den Weg gebracht. So enthielten sich die Sozialdemokraten gemeinsam mit ein paar CDU-Bezirksräten der Stimme.

Eine kurze Debatte entspann sich darüber, ob die Aufnahme weiterer Sehenswürdigkeiten auch einen Neudruck des Begleithefts notwendig macht, das beim Wolfgang Hoffmann Verlag zu bekommen ist. „Wir können hier doch überhaupt nicht für den Verlag sprechen“, sagte Johnsen. Den Grünen gehe es darum, einfach ein paar neue Nummern - die großenteils an der bestehenden Route lägen - zu markieren. Für das Aufmalen zusätzlicher Schleifen auf dem Asphalt stünden ebenfalls schon engagierte Bürger bereit, und weitere Vorschläge seien jederzeit gern gesehen. Schlussendlich wurde der Antrag mit neun Stimmen der Grünen, des WfH-Vertreters sowie einiger Christdemokraten angenommen.

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Döhren in Zahlen
  • Stadtbezirk : Döhren-Wülfel, 8. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 33.593
  • Einwohner je Stadtteil: Döhren (13.277 Einwohner), Mittelfeld (8.166 Einwohner), Seelhorst (3.844 Einwohner), Waldhausen (2.136 Einwohner), Waldheim (1.815 Einwohner) und Wülfel (4.355 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 2.035 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahl : 30519
  • Markantes aus der Geschichte : Döhren wurde im Jahr 983 als „Thurnithi“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Döhrener Turm wurde 1382 errichtet. Seit 1907 gehört der Ort zu Hannover.
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