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Döhren Maschsee wird nur indirekt angebunden
Hannover Aus den Stadtteilen Döhren Maschsee wird nur indirekt angebunden
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00:15 20.02.2016
Von Michael Zgoll
Die Berliner Ingenieurgemeinschaft Hoffmann-Leichter sieht die Willmerstraße künftig als Park (links), das Büro Gertz Gutsche Rümenapp als kleine Alleestraße.
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Hannover

Viele Autofahrer aus den südlichen Stadtteilen fragen sich: Wie wird die geplante Trogstrecke des Südschnellwegs an Hildesheimer Straße und Schützenallee / Maschsee angebunden? „Es soll keine Verschlechterung der bestehenden Situation geben, aber auch keine echte Anbindung der Schützenallee an den Südschnellweg“, sagt Jens Hanel, zuständiger Projektleiter bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Zudem soll es für die Döhrener Anliegerstraßen wie Landwehr-, Cäcilien- oder Spartanerstraße weiterhin einen Zugang zum Südschnellweg via Willmerstraße geben.

Die drei Siegerentwürfe haben die Anbindung der Nord-Süd-Hauptverkehrsstraßen an den Südschnellweg unterschiedlich gelöst. Die Berliner Ingenieurgemeinschaft Hoffmann-Leichter sieht einen sogenannten Vollknoten am Schnittpunkt von Hildesheimer Straße und Schnellweg vor: Sämtliche Zu- und Abfahrten würden auf relativ engem Raum in den Trog hineingeführt oder von dort herauskommen. Hier würde der überdachte Tunnel Richtung Westen so steil ansteigen, dass die Schützenallee - wie bisher - überbrückt würde; die Autofahrer aus Richtung oder in Richtung Rudolf-von-Bennigsen-Ufer würden den Schnellweg wie bisher über die Willmerstraße erreichen.

Das hannoversche Ingenieurbüro BPR favorisiert eine Rampenlösung: Hier sollen die Autos zur und von der Hildesheimer Straße erst dann auf den Südschnellweg stoßen, wenn dieser wieder das bisherige Höhenniveau erreicht hat. „Ob dazu der Bau längerer Trassen parallel zum Schnellweg nötig wäre, berechnen wir gerade“, erläutert Hanel. Bei dieser Variante würde die Trogstrecke unter der Schützenallee liegen, während man die Zufahrtsstraßen über die Schützenallee führt.

Missachtet, so Hanel, habe das Hamburger Planungsbüro Gertz Gutsche Rümenapp die Vorgabe der Stadt, die Schützenallee nicht direkt an den Schnellweg anzubinden. Denn dies würde bedeuten, dass das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer für Autofahrer noch attraktiver werden würde als bisher - und das wollen weder Verwaltung noch Politik.

Doch bevor die Details der Verkehrsanbindung spruchreif sind, wird noch viel Wasser die Leine hinunterfließen: Zunächst einmal muss geklärt werden, ob und wie das umfangreiche Bauprojekt finanziert wird und welchen - erheblichen - Anteil der Bund zu übernehmen bereit ist. Schließlich geht es nicht nur um eine 750 bis 850 Meter lange Trogstrecke unter der Hildesheimer Straße, sondern auch um die Erneuerung von drei Schnellwegbrücken über die Leineaue. 2020 soll das Planfeststellungsverfahren eröffnet werden, Baubeginn könnte 2023 sein.

Wer noch tiefer gehende Informationen braucht, muss nicht so lange warten: Am kommenden Mittwoch, 24. Februar, findet im Freizeitheim Döhren eine Informationsveranstaltung zu dem gigantischen Neubauprojekt statt. Dann werden Vertreter von Land und Stadt die verschiedenen Planungsentwürfe vorstellen und Fragen aus dem Publikum beantworten. Die Veranstaltung An der Wollebahn 1 beginnt um 18 Uhr.

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