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Döhren Bezirk wächst weniger stark als der Rest der Stadt
Hannover Aus den Stadtteilen Döhren Bezirk wächst weniger stark als der Rest der Stadt
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02:15 24.07.2017
Von Michael Zgoll
In Döhren-Wülfel gibt es nur noch wenige freie Flächen für den Wohnungsbau - hier das ehemalige Finanzgericht an der Peiner Straße. Quelle: Michael Zgoll
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Hannover

Die Einwohnerzahl im Stadtbezirk ist in den vergangenen 20 Jahren in etwa gleich geblieben, im Gegensatz zur Gesamteinwohnerschaft in Hannover. So sind derzeit in Döhren-Wülfel 34 419 Menschen mit Hauptwohnsitz gemeldet. Das erklärte Stadtbezirksmanagerin Birte Groenigk im Bezirksrat Döhren-Wülfel. Bis Ende 2021 erwartet die Verwaltung im Stadtbezirk ein Bevölkerungswachstum von 1,3 Prozent, in Hannover insgesamt ist ein Plus von 1,5 Prozent.

Ausgangspunkt für die Ausführungen von Groenigk war eine Anfrage der SPD-Fraktion. Die Politiker wollten wissen, wie sich die Einwohnerzahlen im Bezirk entwickeln, welche Baugebiete neu entstehen und wie viele Sozial- und Belegrechtswohnungen in naher Zukunft errichtet werden.

Groenigk erläuterte zunächst, wie sich die Bevölkerungszahlen in den vergangenen 20 Jahren entwickelt haben; die Statistik arbeitet hier mit Fünf-Jahres-Schritten. Zwischen 1997 und 2001 gab es in Döhren-Wülfel einen Bevölkerungsrückgang von 3,9 Prozent (Hannover minus 1,4 Prozent), von 2002 bis 2006 einen Zuwachs von 1,4 Prozent (Hannover plus 0,1 Prozent), von 2007 bis 2011 ein Minus von 0,1 Prozent (Hannover plus 1,5 Prozent) und zwischen 2012 und 2016 einen Zuwachs von 3,2 Prozent (Hannover plus 4,9 Prozent). Allerdings, so die Stadtbezirksmanagerin, habe sich die Einwohnerzahl in 2016 um 0,9 Prozent – das sind 323 Personen – verringert. Tendenziell, davon geht die Verwaltung aus, wird sich das Bevölkerungswachstum in Hannover langsam abschwächen.

Wie Groenigk ausführte, handele es sich bei dem größten Wohnquartier im Stadtbezirk, das derzeit entwickelt werde, um das Vitalquartier Annastift an der Wülfeler Straße. Dort sollen rund 380 Wohneinheiten entstehen, davon 40 im sozialen Wohnungsbau. Ferner nannte die Verwaltungssprecherin das Brachgelände des ehemaligen Finanzgerichts an der Peiner Straße, auf dem ein Investor ein Gebäude mit rund 80 Wohnungen errichten will. Die Baugesellschaft Hanova möchte im Zuge von Nachverdichtungen auf Grundstücken in Mittelfeld 42 neue Wohnungen bauen, 19 davon mit öffentlicher Förderung. Weit fortgeschritten sind die Arbeiten in der Neubausiedlung auf dem früheren Gärtnereigelände an der Peiner Straße, und auch am südlichen Ende der Spittastraße sind die Bauarbeiter schon aktiv.

Stadtplanerin Nezahat Topcu ergänzte, dass die Stadt derzeit auf keine weiteren eigenen Flächen Zugriff habe, die für den Bau neuer Wohnungen geeignet seien. Manche Grundstücke, die sich scheinbar für eine Nachverdichtung anböten, würden sich bei näherer Betrachtung als ungeeignet erweisen: Entweder seien sie mit Altlasten kontaminiert, oder sie lägen zu dicht an lauten Straßen und Eisenbahnstrecken.

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