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Döhren Döhren hat die schönste Fassade
Hannover Aus den Stadtteilen Döhren Döhren hat die schönste Fassade
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02:15 13.12.2015
Von Mathias Klein
„Es musste etwas passieren“: Margarete Radke und Malermeister Darius Macalla vor der Villa. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Noch fehlen zwei Figuren: Demeter, die griechische Göttin der Fruchtbarkeit der Erde und Flora, römische Göttin der Blüte, stehen derzeit noch in der Werkstatt einer Restauratorin in der Südstadt. Aber schon ohne die beiden fast mannshohen Göttinen ist die aufwendig sanierte Fassade des Hauses von Margarete und Martin Radke aus Hannover-Döhren seit am Donnerstag preisgekrönt.

Den 1. Preis des Fassadenwettbewerbs vom Haus- und Grundeigentum sowie der Maler- und Lackiererinnung haben in diesem Jahr Margarete und Martin Radke für die aufwendig sanierte Fassade ihres Hauses in Hannover-Döhren erhalten.

Das Ehepaar hat den 1. Preis beim diesjährigen Fassadenwettbewerb von Haus- und Grundeigentum sowie der Maler- und Lackiererinnung gewonnen, dotiert mit 1500 Euro. Die beiden sind seit 2003 Eigentümer der früheren Direktorenvilla der Döhrener Wolle in der Wiehbergstraße 22. „Seit ein paar Jahren wussten wir, dass etwas passieren muss“, berichtet Margarete Radke. Denn die altrosafarbene Beschichtung der Fassade aus den Achtzigerjahren hatte nicht nur eine für das Gebäude unpassende Farbe. „Unter der Beschichtung sammelte sich das Wasser“, erläutert Radke. Das führte dazu, dass die Ornamente der Fassade immer stärker aufplatzten, an vielen Stellen bröckelte zudem der Putz. „Wenn jemand auf das Haus zugekommen ist, sah das nach einer starken Vernachlässigung aus“, sagt Radke.

Rund 100.000 Euro kostete die neue Fassade für die gesamte Villa, berichtet Malermeister Darius Macalla, der die Arbeiten in den vergangenen drei Monaten durchgeführt hat. „Es gab einige Herausforderungen“, erzählt er. Beispielsweise waren Ornamente verfallen und mussten mit selbst hergestellten Formen neu gegossen werden. „So etwas macht man natürlich nicht jeden Tag, da muss man sich schon genau überlegen, wie man das macht“, sagt Macalla, Jetzt ist die Farbe in Absprache mit dem Denkmalschutz Grau – die Experten sagen Umbra – und weiß gestrichen.

Beim Fassadenwettbewerb hatten sich in diesem Jahr 28 Hauseigentümer beworben. Innungsobermeister Ralph Sensing berichtet, der Wettbewerb, der in diesem Jahr zum 14. Mal stattfand, animiere regelmäßig auch andere Hausbesitzer im Umfeld der ausgezeichneten Häuser, ihre Fassaden zu sanieren.

Den 2. Platz beim Fassadenwettbewerb gewann Familie Uhlendorf mit ihrer Fassade für das Haus in der Gellertstraße 44 (Zooviertel), den 3. Preis erhielten Carsten Böttcher und Ulrich Steinfurth für die Fassade Steinmetzstraße 13 (List).     

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