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Döhren Kontakte fördern: Stadt wirbt für nebenan.de
Hannover Aus den Stadtteilen Döhren Kontakte fördern: Stadt wirbt für nebenan.de
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00:15 04.06.2017
Von Michael Zgoll
Die Nachbarschaft „Südstadt West“ ist auf dem Online-Portal „besonders aktiv“. Quelle: Screenshot: nebenan.de
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Hannover

Die Stadt will Kontakte unter Nachbarn fördern und geht dabei neue Wege. In einer Sitzung des Bezirksrats Döhren-Wülfel stellte Patrick Ney vom Fachbereich Senioren ein Kooperationsprojekt mit dem privat betriebenen Internetportal Nebenan.de vor. Aus den Reihen der Bezirksratsmitglieder wurden einige skeptische Fragen laut; allerdings wurde die Kritik nicht so deutlich geäußert wie jüngst von den Bezirksräten Südstadt-Bult oder Vahrenwald-List.

Knackpunkt Privatsphäre

Wie Ney erläuterte, gebe es im südlichen Hannover schon einige online funktionierende Nachbarschaftsplattformen: in Döhren-Wülfel beispielsweise zwei, in Südstadt-Bult fünf. Nebenan.de sei ein kostenfreies Netzwerk, bei dem man unter seinem echten Namen agiere. Die Zentrale verifiziere die persönlichen Angaben per Telefon oder schriftlich, anschließend würden die Daten gelöscht. Ney versicherte, dass die Privatsphäre der Nutzer nach deutschem Datenschutzrecht gewahrt sei, Namen oder Informationen beispielsweise auch nicht per Suchmaschinen wie Google abrufbar seien. Auch habe Nebenan.de zugesichert, keine Nutzerdaten an Dritte zu verkaufen. Übergeordnetes Ziel der Kooperation sei, bislang nicht erreichten Zielgruppen einen neuen Zugang für nachbarschaftliche Kontakte zu verschaffen.

Finanziert wird das Projekt nach Auskunft des Projektmanagers mithilfe von Investoren – auch der Medienkonzern Burda ist beteiligt – sowie mit Geldern aus Förderprogrammen. Allerdings, so Patrick Ney, wolle sich die im Aufbau befindliche Plattform über kurz oder lang auch Einnahmen aus Werbung erschließen. Reklame für ihre Produkte und Dienstleistungen sollten auf Nebenan.de aber nur lokale Gewerbetreibende wie der Bäcker aus der Nachbarschaft machen dürfen, keine überregional tätigen Großkonzerne.

Stadt will Senioren schulen

Der Fachbereich Senioren ist bestrebt, auch Volkshochschule und Seniorenbüros in die Kooperation mit dem Nachbarschaftsportal einzubinden. Zudem will die Stadt ältere Menschen bei der Nutzung der Plattform unterstützen.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hatte Kritik am Portal Nebenan.de geäußert. Man rechne zwar nicht damit, dass Nutzer für ihre Teilnahme Geld zahlen müssten. Aber nicht auszuschließen sei, dass ihre Daten weitergegeben und sie mit diesen Daten zahlen würden. Der Geschäftsführer des Nachbarschaftsportals hatte diese Kritik als „unseriös“ bezeichnet und ausgeschlossen, mit Nutzerdaten Handel betreiben zu wollen.

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