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Döhren IG Döhrener Kaufleute feiert 30-Jähriges
Hannover Aus den Stadtteilen Döhren IG Döhrener Kaufleute feiert 30-Jähriges
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00:15 28.08.2016
Großer Empfang: Dabei zeigen auch die Hip-Hop-Tänzer vom Jugendzentrum Döhren ihr Können. Quelle: Schwarzenberger
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Hannover

Hannovers Bürgermeister Thomas Hermann weiß, was die Stadt an ihren Gewerbetreibenden hat: Rund 1000 Betriebe, darunter fast 200 Einzelhändler, hat allein der Stadtbezirk Döhren-Wülfel. „Das bedeutet Jobs und Ausbildungsplätze“, sagt er bei der Jubiläumsfeier für die Interessengemeinschaft Döhrener Geschäftsleute (IDG). Die ist in diesem Jahr 30 Jahre alt geworden und gehört damit zu den ältesten noch existierenden Standortgemeinschaften Hannovers. Auch Kulturdezernent Harald Härke ist als Gratulant bei der Party dabei - immerhin stemmt die IDG viele Veranstaltungen und sponsert die Aktionen anderer Einrichtungen. Ohne die Kaufleute gäbe es nicht nur weniger Arbeitsplätze; auch der Döhrener Veranstaltungskalender wäre um einiges ärmer.

"Wir hatten ein Vorbild"

Mitte der Achtzigerjahre gab es nur wenige dauerhafte Zusammenschlüsse von Gewerbetreibenden. „Aber wir hatten ein Vorbild: Damals gab es eine Gemeinschaft an der Marienstraße“, erinnert sich der Uhrmachermeister Hans-Eugen Krümpelmann, der vor 30 Jahren Gründungsvorsitzender der IDG wurde und ihr zehn Jahre lang vorstand. Und man hatte eine Idee in Döhren: Ein Stadtteilfest und andere Aktionen sollten Bürger und Gewerbetreibende zusammenbringen. Es gab und gibt Aktionen zu Weihnachten, Feste für Familien - woraus unter anderem vor neun Jahren das Kürbisfest wurde - und eine wachsende Bereitschaft, sich bei aktuellen Entwicklungen zu engagieren.

Bürgerdialog zum Brückenneubau

Die Standortgemeinschaft erhebt immer wieder ihre Stimme; sei es für den Umbau der Fiedelerstraße, für mehr Abstellplätze für Fahrräder oder bei einer Demonstration für den Erhalt der Spätleerung von Döhrener Briefkästen. Seit mehr als einem Jahr beschäftigen sich Krümpelmann und andere Einzelhändler auch mit den Sicherungsarbeiten an der veralteten Südschnellwegbrücke. Derzeit laufen Vorarbeiten; zahlreiche Parkplätze unter der Brücke sind verschwunden, und etliche vom Schnellweg abfahrende Autofahrer nehmen jetzt Schleichwege durch Döhren, um dem Stau an der Ecke Hildesheimer Straße zu entgehen. „Das stellt uns vor große Probleme“, sagt Krümpelmann. Logische Folge: Die IDG macht auch beim Bürgerdialog rund um den erst noch bevorstehenden Brückenneubau mit.

Fast 60 Betriebe gehören heute zur IDG. „Das sind doppelt so viele wie zur Gründung“, sagt Michael Kellner, ein Geschäftsmann aus der Baubranche und seit zehn Jahren Vereinsvorsitzender, erfreut. „Und es sind immer noch sehr kreative Betriebe.“ Es seien Spezialisten darunter, die auch Kundschaft über die Grenzen Hannovers hinaus anziehen würden.

IDG wirbt für Integration von Flüchtlingen

Die IDG wirbt auch für die Integration von Flüchtlingen. Kellners Baufirma nahm in diesem Jahr für einige Wochen einen Praktikanten aus dem Irak auf. Solche Kooperationen solle es auch weiterhin geben, findet Kellner. Seine Ehefrau lobt den ehrenamtlichen Einsatz vieler Vereinsmitglieder. Antje Kellner tut das als amtierende Bezirksbürgermeisterin. „Zeit ist ein hohes Gut“, betont sie, „und gerade Unternehmer haben so wenig davon für sich selbst.“ Dennoch seien viele nicht nur im IDG engagiert, sondern auch im Bezirksrat, in der Kirchengemeinde, der Kulturarbeit oder in anderen Vereinen.

Einer von ihnen ist der Döhrener Tischler Martin Weber, ein, der auch Präsident der Funkenartillerie Blau-Weiß Döhren ist. An diesem Abend ist er der Grillmeister bei der IDG-Geburtstagsparty im Hangar No. 5. Und nicht nur, weil er das Veranstaltungzentrum von den Karnevalsfeiern bestens kennt, ist er auch in dieser Rolle ganz in seinem Element.

Von Marcel Schwarzenberger

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