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Jugendtreffs haben zu wenig Personal

Bezirk Döhren-Wülfel Jugendtreffs haben zu wenig Personal

Mitarbeiter des Kleinen Jugendtreffs Wülfel und des Lückekinderprojekts Wülferoder Weg haben sich im Bezirksrat Döhren-Wülfel vorgestellt. Der Rat will beide Einrichtungen mit jeweils 70.000 Euro fördern. Das größte Problem beider Einrichtungen ist die personelle Unterbesetzung.

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Dem Kleinen Jugendtreff fehlt Personal.

Quelle: Felix Schledding (Archiv)

Hannover. In seinen Änderungswünschen zum städtischen Haushalt 2017/2018 hatte der Bezirksrat im Januar zwei Einrichtungen aufgeführt, die für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Wülfel und Mittelfeld immens wichtig sind. Der Kleine Jugendtreff an der Hildesheimer Straße 375 sollte ebenso mit zusätzlichen 70 000 Euro für eine zweite Personalstelle bedacht werden wie der Lückekindertreff am Wülferoder Weg 3f. Mitarbeiter der beiden Einrichtungen gaben nun in der vergangenen Bezirksratssitzung einen Überblick über ihre Arbeit und machten deutlich, warum die Treffs ihre Aufgaben nur sehr unvollständig erfüllen können. „Sie sind total unterbesetzt“, fasste Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner das Problem zusammen.

Fester Kern von zwölf Kindern

Den Jugendtreff Wülfel an der Hildesheimer Straße gibt es seit 2001, betrieben wird er von der Jugend der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Wie Sozialpädagogin Christine Schimpf in der Sitzung erläuterte, betreuen sie und drei Honorarkräfte - darunter auch Lehramtsstudenten - Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 20 Jahren. Es gebe einen festen Stamm von Besuchern, der zehn bis zwölf Kinder umfasse, außerdem gelegentlich auftauchende Gäste.

Auf 120 Quadratmetern bietet der Treff die Möglichkeit zum Billard-, Dart- und Tischtennisspielen, es gibt Fußballturniere und Gitarrenkurse sowie Hilfe beim Hausaufgabenmachen und beim Verfassen von Bewerbungen. „Die Klientel ist nicht immer einfach, und die Mitarbeiter sind gelegentlich überlastet“, sagte Schimpf. „Viele unserer Besucher sind emotional und sozial benachteiligt, und manche Jugendliche testen halt auch ihre Grenzen aus.“ Sie selbst, so erläuterte die Mitarbeiterin, sei nur mit 21 Stunden angestellt. Die Personalknappheit führe dazu, dass die Einrichtung manchmal monatsweise geschlossen werden muss. Im Normalfall hat der Jugendtreff von Montag bis Donnerstag jeweils von 16 bis 20 Uhr geöffnet.

Projekt unterstützt Entwicklung

In einer Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung am Wülferoder Weg ist das Lückekinderprojekt angesiedelt, das vom Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE) betreut wird. In der Umgebung gibt es viele Belegrechtswohnungen für ehemals Obdachlose, auch dort ist die Klientel nicht einfach. Von einer „niedrigen Frustrationstoleranz“ vieler Kinder sprach Mitarbeiter Thomas Mohr. Die Erweiterung ihrer Sprachkompetenz und das Erlernen von Konfliktfähigkeit seien deshalb wichtige Anliegen des Projekts. Zu den Aktivitäten der Einrichtung zählen Basteln, Krökeln, Kinderdisco und Zirkusspiele. Rund 15 Kinder besuchen den Lückekindertreff jede Woche, die Altersspanne reicht von fünf bis 13 Jahren.

Das größte Problem dieses Treffpunkts ist die personelle Ausstattung: Es stehen lediglich zwei pädagogische Fachkräfte mit jeweils drei Stunden pro Woche zur Verfügung. Die Konsequenz: Die regelmäßigen Öffnungszeiten beschränken sich auf Dienstag von 17.15 bis 19.45 Uhr. Wünschenswert, so Mohr, sei jedoch ein tägliches Offene-Tür-Angebot.

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Döhren in Zahlen
  • Stadtbezirk : Döhren-Wülfel, 8. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 33.593
  • Einwohner je Stadtteil: Döhren (13.277 Einwohner), Mittelfeld (8.166 Einwohner), Seelhorst (3.844 Einwohner), Waldhausen (2.136 Einwohner), Waldheim (1.815 Einwohner) und Wülfel (4.355 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 2.035 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahl : 30519
  • Markantes aus der Geschichte : Döhren wurde im Jahr 983 als „Thurnithi“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Döhrener Turm wurde 1382 errichtet. Seit 1907 gehört der Ort zu Hannover.
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