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Neubau des Freizeitheims lässt noch auf sich warten

Döhren/Wülfel Neubau des Freizeitheims lässt noch auf sich warten

Für 10 Millionen Euro erhält das Freizeitheim Döhren einen Neubau. Doch noch gibt es keinen konkreten Zeitplan, wann mit den Arbeiten begonnen werden soll. Das kann noch Jahre dauern - die Döhrener und Wülfeler freuen sich trotzdem.

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„Völlig abgängig“: Das Freizeitheim soll neu gebaut werden.

Quelle: Michael Thomas

Döhren/Wülfel. Die Nachricht, dass die Stadt für einen Neubau des Freizeitheims (FZH) Döhren 10 Millionen Euro bereitstellen will, hat den Stadtbezirk elektrisiert. „Schön, dass das Geld endlich da ist“, freut sich Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner. Schließlich hätten sich alle Fraktionen im Bezirksrat Döhren-Wülfel ebenso wie viele Bürger schon seit Jahren für eine Sanierung oder Erneuerung des Hauses An der Wollebahn ausgesprochen.

Aktuell hätten sich schon besorgte Nutzer bei ihr gemeldet, berichtet Kellner, die wissen wollten, ob das FZH 2017 noch geöffnet ist - beispielsweise für die Prunksitzungen der Karnevalisten. Doch hier kann die Bezirksbürgermeisterin im Einklang mit der Verwaltung getrost abwiegeln: Bis in Döhren ein neues Kulturzentrum eröffnet wird, werden noch Jahre vergehen.

520 Millionen Euro schwer ist das Investitionspaket, dass die Verwaltung jüngst konkretisiert hat; davon sollen 500 Millionen von der Kommune finanziert werden und 20 Millionen aus anderen Töpfen kommen. Das Projekt mit dem Namen „500 plus“ ist auf zehn Jahre angelegt. Stadtsprecher Andreas Möser spricht von einer „Vorschlagsliste“ und weist darauf hin, dass diese noch nicht von der Ratspolitik abgesegnet sei. „Mit der Verabschiedung des Doppel-Haushalts 2016/17 und der mittelfristigen Finanzplanung bis 2021 werden Ende dieses Jahres erste Entscheidungen getroffen“, steckt Möser den Zeitrahmen ab. Dann wird es wahrscheinlich auch eine Prioritätenliste geben, welches Projekt wann realisiert werden soll.

Die Erneuerung des baulich maroden Freizeitheims steht schon seit Langem auf der Agenda der Kommunalpolitik. Doch bislang wurde vonseiten der Stadt stets auf leere Kassen verwiesen. Dass es in dem Gebäude An der Wollebahn an Platz für die vielen Nutzergruppen mangelt, dass etliche Räume unmodern sind, die Heizungsanlage nicht vernünftig arbeitet und die sanitären Einrichtungen stark sanierungsbedürftig sind - dies alles wurde in Kauf genommen.

Doch nun naht die Wende. „Nach dem Freizeitheim Stöcken und dem Stadtteilzentrum Weiße Rose Mühlenberg wird in Döhren die dritte Stadtteilkultureinrichtung einen Ersatzneubau erhalten, da das jetzige Gebäude völlig abgängig ist“, heißt es im Konzept „500 plus“. Dabei biete es sich an, die bislang an der Peiner Straße angesiedelten Einrichtungen wie Stadtteilbücherei, Jugendzentrum und Bürgerbüro in einen Neubau An der Wollebahn zu integrieren. Bevor sich die Planer mit Details beschäftigen, wird eine Machbarkeitsstudie die baulichen Notwendigkeiten und die Kosten ausloten. Darin werden sicher auch schon Überlegungen zu energetischen Standards oder möglichen gastronomischen Angeboten einfließen.Bezirksbürgermeisterin Kellner erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass das bestehende FZH ursprünglich zweistöckig geplant war. Wenn auch noch vieles Kaffeesatzleserei ist, so kann man davon ausgehen, dass ein neues Haus inklusive der Einrichtungen aus der Nachbarschaft nicht mit einem einstöckigen Flachbau auskommen wird.

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Döhren in Zahlen
  • Stadtbezirk : Döhren-Wülfel, 8. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 33.593
  • Einwohner je Stadtteil: Döhren (13.277 Einwohner), Mittelfeld (8.166 Einwohner), Seelhorst (3.844 Einwohner), Waldhausen (2.136 Einwohner), Waldheim (1.815 Einwohner) und Wülfel (4.355 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 2.035 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahl : 30519
  • Markantes aus der Geschichte : Döhren wurde im Jahr 983 als „Thurnithi“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Döhrener Turm wurde 1382 errichtet. Seit 1907 gehört der Ort zu Hannover.
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