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Döhren Unterkünfte für Flüchtlinge werden später fertig
Hannover Aus den Stadtteilen Döhren Unterkünfte für Flüchtlinge werden später fertig
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00:15 01.05.2016
Von Michael Zgoll
Das frühere Wichernstift in der Grazer Straße wird zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut. Quelle: Zgoll
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Döhren-Wülfel

Das hat Stadtbezirksmanagerin Birte Groenigk in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Döhren-Wülfel mitgeteilt.Ursprünglich war nur von 80 bis 90 die Rede gewesen. Auch der Einzugstermin für die bis zu 124 Neuankömmlinge in den farbenfrohen Containern an der Karlsruher Straße verzögert sich um einige Wochen. Laut Groenigk werden die ersten Flüchtlinge in der Mittelfelder Unterkunft nun Ende Juni erwartet.

Im Deutschen Pavillon auf dem ehemaligen Expo-Gelände sind nach Auskunft der Stadtbezirksmanagerin derzeit etwas weniger als 300 Flüchtlinge beheimatet. Platz gebe es für 400 Menschen, Familien seien dort gemäß einer Absprache nicht mehr untergebracht. Ob und wann die Verwaltung an der Chicago Lane nahe dem Ikea-Möbelhaus eine Leichtbauhalle für bis zu 400 Bewohner baut, steht noch in den Sternen. Nach Auskunft von Groenigk gibt es dazu noch keine genaue Planung.

CDU-Fraktionschefin Gabriele Jakob stellte die Frage, ob aufgrund der nachlassenden Flüchtlingszahlen überhaupt noch weitere neue Unterkünfte geplant oder gebaut werden müssten. Die Antwort der Verwaltungsvertreterin: Die Stadt halte nach wie vor daran fest, die Aufnahmequote von 5800 Menschen bis Ende Juli zu erfüllen. Mehr könne sie an dieser Stelle nicht sagen.

Gegen Ende der Sitzung diskutierte der Bezirksrat kontrovers über einen Antrag von SPD und Grünen, mit dem die beiden Fraktionen noch einmal die grundlegenden Positionen des Gremiums zur Aufnahme von Flüchtlingen im Stadtbezirk bündeln wollten. Die Kernpunkte: Der Umbau des Wichernstifts zu einer Unterkunft wird begrüßt, der Kärntner Platz in Waldhausen soll nicht bebaut werden und dem Stadtteil Mittelfeld dürfen keinesfalls mehr als die angekündigten 1100 Flüchtlinge zugewiesen werden. Zudem heißt es in dem Antrag, dass der Bezirksrat neue Flüchtlinge ausdrücklich willkommen heiße. Die Verwaltung wird aufgefordert, alles Notwendige für eine Erfolg versprechende Integration zu tun.

Der Linken-Vertreter und die CDU nannten den Antrag überflüssig. Die Bebauung des Kärntner Platzes sei ohnehin schon vom Tisch. Jakob machte zudem darauf aufmerksam, dass sie die Zahl von 1100 Flüchtlingen für Mittelfeld für entschieden zu hoch halte. Der Stadtteil sei bis vor einiger Zeit noch im Programm „Soziale Stadt“ verankert und mit 1500 Belegrechtswohnungen versehen gewesen. „Wir wollten überhaupt keine Flüchtlinge in Mittelfeld“, sagte sie. Schließlich beschlossen SPD und Grüne mit ihrer Mehrheit den Antrag, CDU und Linke votierten dagegen, der WfH-Vertreter enthielt sich der Stimme.

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