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Döhren Verfallenes Haus steht vor dem Abriss
Hannover Aus den Stadtteilen Döhren Verfallenes Haus steht vor dem Abriss
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18:45 11.08.2017
Von Michael Zgoll
Das Haus in der Klinkerfuesstraße in Döhren ist stark verfallen. Quelle: Michael Zgoll
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Hannover

Das Haus ist ein Schandfleck und im Laufe der Zeit immer mehr zu einer unbewohnbaren Ruine geworden. Doch ewig wird das abbruchreife Gebäude in der Klinkerfuesstraße 1 nicht mehr stehen bleiben: Die Stadt erklärte, dass die Verwaltung dem Eigentümer vor Kurzem eine Baugenehmigung zur Errichtung eines Neubaus erteilt habe. Direkt neben der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule in Döhren gelegen, ist die einsturzgefährdete Immobilie vielen Anwohnern schon seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge.

Die Stadt mag sich aus Datenschutzgründen nicht dazu äußern, wie das Einfamilienhaus am Rande des Südschnellwegs derart verfallen konnte. Die Nachbarn aber haben einiges zu erzählen. Seit sieben Jahren, weiß eine 80-Jährige, stehe das Gebäude leer. Vor drei Jahren habe es eine Familie aus Laatzen erworben, doch geändert habe sich nichts. Als sich dann im vergangenen Winter ein Obdachloser in dem heruntergekommenen Haus einnistete und sogar Feuer zum Aufwärmen entfachte, sei dem Besitzer von der Stadt die Auflage gemacht worden, die Immobilie unbewohnbar zu machen. Daraufhin habe der Eigentümer Zwischenwände herausgerissen, die Dachziegel entfernt und die oberen Fenster zerschlagen, sodass Wind und Wetter freien Zugang ins Innere hatten.

Eine andere Nachbarin berichtet, 2014 habe der neue Besitzer als Erstes eine Reihe alter Bäume gefällt, die das Grundstück stark verschatteten. Doch weil der Mann damit gegen die städtische Baumschutzsatzung verstieß, so die 81-Jährige, habe er eine hohe Strafe zahlen müssen. Irgendwann später habe der Laatzener Haus und Grundstück wieder verkaufen wollen. Allerdings seien ihm dafür nur 60 000 Euro geboten worden – deutlich weniger, als er selbst dafür bezahlt habe. In jüngerer Vergangenheit, so die Rentnerin, hätten sich gelegentlich Kinder in dem verwilderten Garten herumgetrieben – was sogar die Polizei auf den Plan rief. Gebaut worden, so erinnert sich eine Seniorin aus der Nachbarschaft, sei das Haus 1933. Es war Bestandteil einer vorstädtischen Kleinsiedlung, den Südschnellweg gab es damals noch nicht. Was es gab, waren Ziegen und Schweine – die hielten sich die Bewohner der Häuschen mit den großen Grundstücken für den Eigenbedarf.

Seit 122 Jahren gibt es an der Abelmannstraße 14 ein Postamt - nur unterbrochen durch den Abriss des alten und Bau des neuen Gebäudes im Jahr 1986. Jetzt schließt die dortige Postagentur. Ein Nachfolger ist bereits gefunden und eröffnet in der Landwehrstraße. Alle Service-Einrichtungen ziehen mit um.

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