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Verfallenes Haus steht vor dem Abriss

Döhren Verfallenes Haus steht vor dem Abriss

In der Klinkerfuesstraße - in Nachbarschaft zur Dietrich-Bonhoeffer-Realschule - steht ein Haus, das zusehends verfällt und das den Nachbarn schon lange ein Dorn im Auge ist. Dachziegel fehlen, Fenster sind zerstört, der Garten ist verwildert. Nun erteilte die Stadt dem Eigentümer eine Neubaugenehmigung.

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Das Haus in der Klinkerfuesstraße in Döhren ist stark verfallen.

Quelle: Michael Zgoll

Hannover. Das Haus ist ein Schandfleck und im Laufe der Zeit immer mehr zu einer unbewohnbaren Ruine geworden. Doch ewig wird das abbruchreife Gebäude in der Klinkerfuesstraße 1 nicht mehr stehen bleiben: Die Stadt erklärte, dass die Verwaltung dem Eigentümer vor Kurzem eine Baugenehmigung zur Errichtung eines Neubaus erteilt habe. Direkt neben der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule in Döhren gelegen, ist die einsturzgefährdete Immobilie vielen Anwohnern schon seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge.

Die Stadt mag sich aus Datenschutzgründen nicht dazu äußern, wie das Einfamilienhaus am Rande des Südschnellwegs derart verfallen konnte. Die Nachbarn aber haben einiges zu erzählen. Seit sieben Jahren, weiß eine 80-Jährige, stehe das Gebäude leer. Vor drei Jahren habe es eine Familie aus Laatzen erworben, doch geändert habe sich nichts. Als sich dann im vergangenen Winter ein Obdachloser in dem heruntergekommenen Haus einnistete und sogar Feuer zum Aufwärmen entfachte, sei dem Besitzer von der Stadt die Auflage gemacht worden, die Immobilie unbewohnbar zu machen. Daraufhin habe der Eigentümer Zwischenwände herausgerissen, die Dachziegel entfernt und die oberen Fenster zerschlagen, sodass Wind und Wetter freien Zugang ins Innere hatten.

Eine andere Nachbarin berichtet, 2014 habe der neue Besitzer als Erstes eine Reihe alter Bäume gefällt, die das Grundstück stark verschatteten. Doch weil der Mann damit gegen die städtische Baumschutzsatzung verstieß, so die 81-Jährige, habe er eine hohe Strafe zahlen müssen. Irgendwann später habe der Laatzener Haus und Grundstück wieder verkaufen wollen. Allerdings seien ihm dafür nur 60 000 Euro geboten worden – deutlich weniger, als er selbst dafür bezahlt habe. In jüngerer Vergangenheit, so die Rentnerin, hätten sich gelegentlich Kinder in dem verwilderten Garten herumgetrieben – was sogar die Polizei auf den Plan rief. Gebaut worden, so erinnert sich eine Seniorin aus der Nachbarschaft, sei das Haus 1933. Es war Bestandteil einer vorstädtischen Kleinsiedlung, den Südschnellweg gab es damals noch nicht. Was es gab, waren Ziegen und Schweine – die hielten sich die Bewohner der Häuschen mit den großen Grundstücken für den Eigenbedarf.

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Döhren in Zahlen
  • Stadtbezirk : Döhren-Wülfel, 8. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 33.593
  • Einwohner je Stadtteil: Döhren (13.277 Einwohner), Mittelfeld (8.166 Einwohner), Seelhorst (3.844 Einwohner), Waldhausen (2.136 Einwohner), Waldheim (1.815 Einwohner) und Wülfel (4.355 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 2.035 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahl : 30519
  • Markantes aus der Geschichte : Döhren wurde im Jahr 983 als „Thurnithi“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Döhrener Turm wurde 1382 errichtet. Seit 1907 gehört der Ort zu Hannover.
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