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Döhren Winterdienst stößt an seine Grenzen
Hannover Aus den Stadtteilen Döhren Winterdienst stößt an seine Grenzen
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00:16 29.02.2016
Von Michael Zgoll
Vor der Schule, der Kita und dem Altenheim wurde nicht geräumt. Foto: privat
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Hannover

Etliche Straßen und Gehwege im Stadtbezirk Döhren-Wülfel wurden diesen Winter nicht vernünftig von Schnee und Eis befreit, insbesondere vor Seniorenresidenzen und Schulen sorgte das unsichere Pflaster für Verdruss. In der jüngsten Bezirksratssitzung beantwortete Gundula Müller von der Stadt zwei Anfragen von SPD- und CDU-Fraktion. Wenig Chancen räumte sie dem Wunsch ein, den Straßen vor Altenheimen eine höhere Räumpriorität zu geben: Dies würde eine zusätzliche Belastung der Gebührenzahler bedeuten, da damit der Fuhrpark erweitert und in den Wintermonaten zusätzliches Personal eingestellt werden müsste.

Die SPD wollte wissen, wer die Räumpflicht auf Gehwegen kontrolliert, und welche Sanktionen bei Verstößen verhängt werden können. Wie Müller erläuterte, habe der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha 1900 Verträge mit privaten Firmen geschlossen, die für Reinigung und Winterdienst auf städtischen Grundstücken verantwortlich sind. Es gebe rund 3000 Straßen mit etwa 2000 Kilometern Gehwegen, die von Aha überwacht würden - stichprobenartig. Vorrangig würden sich fünf Abfallfahnder und drei Sachbearbeiter um die Fälle kümmern, bei denen es Hinweise auf eine unzureichende oder verspätete Schneeräumung gibt. So wurden in der ersten und dritten Kalenderwoche dieses Jahres 50 Grundstückseigentümer schriftlich auf ihre Verpflichtungen hingewiesen, in 13 Fällen leitete die Kommune Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Der Schwerpunkt der CDU-Anfrage lag auf den Wegen rund um die Grundschule Loccumer Straße. Hier sei der Schnee nicht geräumt worden, er sei festgetreten, aber noch nicht einmal abgestreut worden. Wie Gundula Müller erläuterte, gelte die Fußwegreinigungsfirma, die für diesen Bereich zuständig ist, generell als zuverlässig; der fehlende Winterdienst an der Loccumer Straße sei allerdings bestätigt worden. Eine Kontrolle aller Verträge während der oft nur wenige Tage währenden winterlichen Phasen könne Aha mit dem vorhandenen Personal allerdings nicht leisten. Demzufolge sei es durchaus möglich, dass Bürger mit Behinderungen mit Schnee und Eis konfrontiert werden. Laut geltender Rechtsprechung müssten sie sich aber auf solche Wetterlagen einstellen; in Extremsituationen könne es ihnen sogar zugemutet werden, Straßen oder Bürgersteige nicht zu benutzen.

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