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Groß-Buchholz Abriss der früheren Oststadtklinik startet
Hannover Aus den Stadtteilen Groß-Buchholz Abriss der früheren Oststadtklinik startet
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00:15 14.11.2017
Auf dem Gelände der ehemaligen Ostststadtklinik soll das Quartier Buchholzer Grün entstehen. Quelle: Villegas
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Hannover

Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Hanova (ehemals GBH) hat das Grundstück im September von der Stadt übernommen und richtet derzeit die Baustelle ein. In diesen Tagen startet das Unternehmen mit den Vorbereitungen für den großflächigen Abriss der Krankenhausgebäude. Ein denkmalgeschützter Bau aber bleibt stehen: die frühere Kapelle. Sie soll das soziokulturelle Herz des Quartiers werden.

Der Verein Begegnung der Künste betreibt seit Jahren die Kapelle als Veranstaltungsort und organisierte auch Begegnungen mit Flüchtlingen, die zeitweise im Bettenhaus der Klinik untergebracht waren. Die Gruppe um den Universitätsprofessor Hans Sasse wird - das war Bestandteil des Planverfahrens für das Wohngebiet - auch später für Kultur- und Stadtteilarbeit in der Kapelle sorgen. Gemeinsam arbeiten Verein und Hanova noch an einem Betreiberkonzept. Hanova denkt über ein Begegnungszentrum nach, das auch an die benachbarte Kita gekoppelt wird. Neben Geschosswohnungsbau und Reihenhäusern soll im Buchholzer Grün auch ein Kindergarten mit sechs Gruppen entstehen.

Vorerst aber muss der Kapellenverein für bis zu zwei Jahre mit Einschränkungen leben. Das Areal rund um sein Gebäude wird jetzt zur Großbaustelle. Die Kapelle selbst, soweit die derzeitige Planung, soll noch einen Vorbau mit großzügiger Eingangshalle, kleiner Cafeteria und Nebenräumen erhalten. „Nach der Umbauzeit wird die Kulturarbeit komfortabler weitergehen“, sagt Vereinssprecher Zoltan Molnar. Bis dahin weicht der Verein ein paar Hundert Meter weiter in ein Gebäude der Hanova an der Straße In den Siebenstücken Nummer 9 aus. Dort lädt er ab sofort auch interessierte Bürger zu regelmäßigen Treffen ein - immer montags ab 19 Uhr. Das Gebäude gehörte früher zum Verwaltungskomplex des Regionsklinikums, als nebenan noch Krankenhausbetrieb herrschte. Für Bürger der umliegenden Viertel will der Verein auch dort künstlerische Workshops und Nachbarschaftsangebote veranstalten. „Nur für große Konzerte müssen andere Räumlichkeiten gefunden werden“, sagt Molnar.

Hanova richtet in den nächsten Monaten den Baugrund her und schafft Platz für die neuen Wohnungen. Die Wohnungsbaugesellschaft will sich später selbst als Bauherr engagieren, allerdings nur auf etwa 20 Prozent des rund 70 000 Quadratmeter großen Areals. Die übrigen Parzellen sollen von weiteren Investoren entwickelt werden. Die Bewerbungsphase dafür endet im November. Im Dezember gibt Hanova die Namen der Investoren bekannt, die zum Zuge kommen sollen.

„Bis dahin werden die Abbrucharbeiten angelaufen sein. Das gesamte Gelände wird neu modelliert“, sagt Hanova-Sprecher Frank Ermlich. In Kürze soll zudem ein Architekturwettbewerb starten, der endgültig das neue Gesicht des Quartiers festlegen wird. Hanova investiert in Abbruch, Bodensanierung und Erschließung insgesamt rund 18 Millionen Euro.

Von Marcel Schwarzenberger

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