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Groß-Buchholz Kartoffeln aus dem eigenen Schulgarten
Hannover Aus den Stadtteilen Groß-Buchholz Kartoffeln aus dem eigenen Schulgarten
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02:15 09.07.2016
"Das ist Salbei, den könnt ihr kauen, wenn ihr heiser seid." Die Kinder haben eine Kräuterspirale angelegt. Quelle: Benjamin Behrens
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Groß-Buchholz

Am Anfang war ein Innenhof. Und der Innenhof war wüst und leer. Jedenfalls bis ihm die Schüler des fünften Jahrgangs der Albert-Liebmann-Schule neues Leben eingehaucht haben.

„Es geht uns darum, dass Jugendliche in die grünen Berufe reingucken können“, erklärt Katharina Matuschke-Graf. Die Biologin und zwei Landschaftsplaner, Alexander Brinkmann und Ulrich Pollmer, haben mit den Kindern schon im November vergangenen Jahres gegärtnert. Den dreien geht es nicht nur um Berufsperspektiven, sondern auch um nachhaltige Entwicklung. Zu einem Schnuppertag waren die Schüler im Grow-Projektgarten in Kleefeld.

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Zusammen mit einem Team der Deutschen Gesellschaft Bildung für nachhaltige Entwicklung haben 30 Schüler Albert-Liebmann-Schule einen Schulgarten gepflanzt. „Grow - Zukunftswege für Jugendliche“ heißt das Projekt.

Da war es nur logisch, dass bald ein Gegenbesuch ins Haus stand. „Wir haben uns im Januar getroffen und mit den Kindern geplant, wie sie ihren Garten haben wollen“, erinnert sich Matuschke-Graf. Kartoffeln, wie auch in Kleefeld, zwei Hochbeete mit Salat, Zucchini, Kürbis, Tomaten und Zwiebeln sollten es sein. Ein Kräuterbeet wäre auch nicht schlecht. Außerdem hatten die Bäume im Hof einen ordentlichen Beschnitt nötig, der kleine Teich hatte auch schon bessere Zeiten gesehen. Und Bänke, um die Sommersonne genießen zu können, waren auch nirgends zu sehen.

An sechs Tagen, jeweils drei für eine der fünften Klassen haben sich die Nachwuchs-Landschaftsgestalter an die Arbeit gemacht. Die Sitzbänke entstanden aus alten Paletten, das Holz für die Hochbeete hat der Förderverein der Schule gesponsert. „Ein Vorteil ist, dass man im Stehen und auf Augenhöhe der Kinder an ihnen arbeiten kann“, sagt Ulrich Pollmer. Die abgeschnittenen Äste der Bäume wurden gleich weiterverwertet für die Beete. „Wir durften reinklettern und sie platttrampeln“, sagt Evelyn. „Es gab so vieles, was Spaß gemacht hat“, findet ihre Mitschülerin Lina. Neue Erfahrungen haben alle Schüler gemacht, ein paar mehr als andere, vor allem, was die Handwerksarbeit angeht. „Die haben sich toll ergänzt“, sagt Alexander Brinkmann. Vor allem wenn sich die Schüler als Natur-Talente entpuppen, von denen man es nicht erwartet. „Einige haben so toll mitgemacht, die sich sonst eher hinten anstellen“, lobt Lehrerin Angela Schulze. Und zum Grillfest gab es dann auch die ersten eigenen Gurken, Salate und Kräuter.

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