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Anwohner besichtigen Modulanlage

Verzögerung beim Einzug Anwohner besichtigen Modulanlage

Eigentlich sollten die ersten Bewohner bereits vor rund zwei Wochen einziehen. Eine noch ausstehende Überprüfung des Trinkwassers hat jedoch zu einer Verzögerung beim Einzug der Flüchtlinge in die Containerwohnanlage in der Feodor-Lynen-Straße geführt.

Feodor-Lynen-Straße, Hannover 52.388474 9.802046
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Eigentlich sollten die ersten Bewohner bereits vor rund zwei Wochen einziehen.

Quelle: HAZ

Hannover. Einen ersten Blick in die fertige Anlage werfen durften vor dem Einzug der neuen Bewohner rund 200 Anwohner und Mitarbeiter benachbarter Unternehmen bei einer öffentlichen Besichtigung.

Die vier ein- bis dreistöckigen Container bieten Platz für insgesamt 110 Menschen. In ihrem Aufbau ähneln sie weitgehend den neueren Anlagen, die derzeit an vielen Stellen der Stadt errichtet werden. Die Wohnmodule sind spartanisch funktional eingerichtet, die Drei- bis Fünfzimmerwohnungen besonders für Familien geeignet. „Die ersten Bewohner werden vermutlich Flüchtlinge sein, die aktuell in den Notunterkünften untergebracht sind“, sagte Stadtsprecher Alexis Demos. Eine Besonderheit der Anlage sind die Spiel- und Sportmöglichkeiten im Innenhof. Außer einem Spielplatz mit Nestschaukel und Kletterturm gibt es dort auch einen Basketballplatz und ein Volleyballfeld. Der Betreiber der Einrichtung ist die Firma European Homecare. Das Unternehmen betreibt in Hannover insgesamt 16 Heime für Flüchtlinge beziehungsweise Obdachlose. In der Feodor-Lynen-Straße kümmern sich vier Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter um die Belange der Bewohner. Ein Sicherheitsdienst stellt rund um die Uhr zwei Mitarbeiter.

"Man macht sich schon Sorgen"

„Man macht sich schon Sorgen, ob es etwa zu Einbrüchen in der Nachbarschaft kommen könnte“, bemerkte bei der Besichtigung eine Seniorin, die in der Nähe der Containeranlage wohnt. Die Anlage mache ja einen ordentlichen Eindruck, aber man könne ja nicht wissen, wer da komme. Der Leiter der zuständigen Polizeistation Kleefeld, Fritz Schael, kennt solche Sorgen. „Man hört das häufiger“, sagte er. Am Besichtigungstag nutzte er die Gelegenheit, um gemeinsam mit zwei Kollegen Fragen der Besucher zu beantworten. Im Bereich der Unterkünfte am Annateich und des ehemaligen Oststadtkrankenhauses sei die Kriminalität nicht gestiegen, berichtete er und ergänzte: „Wir stehen in gutem Kontakt mit den Einrichtungen.“

Für eine gute Nachbarschaft engagieren sich auch die Unternehmen im Gebiet des Wohnheims. Mitarbeiter des TUI-Konzerns, der Medizinischen Hochschule und des Heise-Verlags haben gemeinsam mit Nachbarn die Initiative Gemeinsam unterstützen gegründet. Der offene Nachbarschaftskreis sucht noch weitere Helferinnen und Helfer, die sich in den unterschiedlichen Arbeitsgruppen engagieren wollen. „Wir sind bereits ganz gespannt, wann es endlich losgeht“, berichtet Organisatorin Jennifer Schneider. Wer helfen möchte, kann sich per E-Mail an refugees-welcome@tui.de wenden. Dort erhält er Informationen über das Unterstützernetzwerk.

Von Mario Moers

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