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Bekommt Hannover bald eine BMX-Anlage?

Groß Buchholz Bekommt Hannover bald eine BMX-Anlage?

Junge BMX-Sportler haben die Stadt zum Bau eines professionellen BMX-Parks aufgefordert. Zwar gibt es in der Stadt bereits 19 Skateanlagen und sogar eine Skatehalle, für BMX-Fahrräder geeignet ist davon aber nur eine Anlage. Die Verwaltung will aber erst 2018 einen Vorschlag für einen Standort vorlegen.

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Auf der Suche nach einem festen Parcours für waghalsige Sprünge: Ein BMX-Sportler an der Eilenriede.

Quelle: Wiechers

Hannover. Es gibt Zeitgenossen, die meinen, dass Jugendliche viel zu viel vor dem Computer sitzen oder mit ihrem Smartphone daddeln. Andy Müller kann damit nicht gemeint sein. Seit seinem zwölften Lebensjahr ist der 19-Jährige ein leidenschaftlicher BMX-Fahrer und wenn er erst mal auf seinem Fahrrad sitzt und die Rampe hochrast, ist keine Hand frei, um nebenbei Tasten zu drücken. Allerdings ist das mit der Rampe so eine Sache. In Hannover gibt es zwar 19 Skateanlagen und sogar eine Skatehalle – aber nur einen Ort, der für den BMX-Sport geeignet ist. Wer die Bretter mit den kleinen Rollen bevorzugt, ist also bestens versorgt, die jungen Artisten auf ihren Fahrrädern stehen im Abseits. Denn ihre einzige eigene Anlage, hinter dem Jugendsportzentrum Buchholz an der Podbi gelegen, ist ein Provisorium. Im Juni hat Andy Müller nun eine Online-Petition gestartet, um die Stadt zum Bau eines BMX-Parks zu bewegen.

Es ist nicht die erste Initiative der BMX-Fahrer um Andy Müller, um sich ihren Traum zu erfüllen. Selbst das Provisorium an der Podbielskistraße gäbe es nicht ohne ihren Einsatz. Als die alten Rampen so marode waren, dass sie abgerissen werden mussten, haben sie im Frühjahr 2016 aus preiswerten Bauholz einen neuen Parcours gebaut – allerdings war von Anbeginn klar, dass dies nur eine Übergangslösung sein kann. Also haben sie sich gekümmert: Sie haben Angebote von Spezialfirmen eingeholt, Entwürfe gezeichnet und nach Sponsoren gesucht. Rund 166 000 Euro soll der neue hochprofessionelle BMX-Park kosten. In der Nachbarschaft des Jugendsportzentrums haben sie sogar einen möglichen Mitfinanzier gefunden. Die Tanzschule Bothe, die dort das Tanzhaus betreibt, erwägt einen Anbau – eine geschäftliche Partnerschaft mit den BMX-lern ist, wie es heißt, nicht ausgeschlossen.

Doch ohne Unterstützung der Stadtspitze wird nichts aus dem Traum; weder der Anbau, noch der Park. Das weiß auch Andy Müller. Also haben die Jugendlichen die Politiker bekniet; sie haben Bezirksratssitzungen besucht und sind in die Bürgersprechstunde des Oberbürgermeisters gegangen. SPD, FDP und Grüne versprachen zwar Unterstützung, aber eher langfristig. Die Verwaltung wurde von den Kommunalpolitikern aufgefordert, 2018 einen Vorschlag für ein geeignetes BMX-Park-Gelände vorzulegen. 2018! Er fühle sich von der Politik im Stich gelassen, sagt Andy Müller. Schließlich sei man nicht ein Leben lang Jugendlicher. Irgendwann sei Schluss mit den Kunststücken, dem Rückwärtssalto und artistischen Stunts. „Es wäre schön, wenn der Park schnell gebaut wird.“ Letztlich gehe es nicht nur um einen attraktiven Ort für die BMX-Szene, der landesweit Sportler nach Hannover locke. Diese Anlage sei auch ein Treffpunkt, wo Freundschaften geschlossen und Veranstaltungen organisiert werden.

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