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Groß-Buchholz Bürgermeister Hofmann im zweiten Wahlgang bestätigt
Hannover Aus den Stadtteilen Groß-Buchholz Bürgermeister Hofmann im zweiten Wahlgang bestätigt
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20:37 23.11.2016
Der neue Bezirksrat (von links): Arne Borstelmann (CDU), Dierk Schneider, Barbara Wyborny (beide Grüne), Hans Behrendt (SPD), Doris Kleinert-Pott (FDP), Lars Kreiner, Olcay Temiz, Johanna Starke (alle SPD), Maximilian Oppelt (CDU), Friedrich-Wilhelm Busse (parteilos), Henning Hofmann (SPD), Marc-Oliver Schädel (Die Partei), Christopher Nils Carlson (Piraten), Karsten Plotzki (Linke), Kathrin Charlotte Tonke, Malcolm Johnson und Peter Hunze (alle CDU). Es fehlen: Petra Pilger (CDU), Irene Hagen (Linke), Emsal Tasyürek und Emine Öztürk (beide SPD).  Quelle: Christian Link
Hannover

Auf Wunsch der SPD wurden schon zu Beginn kurzerhand alle Verwaltungsvorlagen vertagt, damit die elf neuen Bezirksratsmitglieder bei ihrem Debüt nicht überfordert werden. Bevor sich die Politikneulinge mit den Bauvorhaben im Stadtbezirk beschäftigen, sollen sie vom Fachbereich Stadtplanung in der nächsten Sitzung erst einmal in die Geheimnisse eines Bebauungsplanverfahrens eingeweiht werden.

Zum Auftakt der neuen Wahlperiode nahm sich der Bezirksrat lieber viel Zeit, um seinen neuen Vorsitzenden zu wählen. Schon im Vorfeld sprach alles für eine Wiederwahl von Amtsinhaber Henning Hofmann (SPD), obwohl Rot-Grün seit der Kommunalwahl keine eigene Mehrheit mehr vorweisen kann. Bei insgesamt acht Fraktionen und Einzelvertretern dürfen SPD und Grüne allerdings immer wieder auf Leihstimmen hoffen. Unter anderem auf die von Friedrich-Wilhelm Busse, der zwar parteiloser Einzelvertreter bleibt, aber über die SPD-Liste in den Bezirksrat gewählt wurde.

Die CDU wagte erst gar keinen Aufstand und stellte keinen Gegenkandidaten auf, sodass nur Hofmann zur Wahl stand. CDU-Fraktionschef Maximilian Oppelt verlangte aber trotzdem eine geheime Wahl. Bei der folgenden Abstimmung wurde deutlich, dass die Mehrheitssuche im Bezirksrat künftig nicht ganz einfach wird.

Weil Emine Öztürk (SPD) und Irene Hagen (Linke) fehlten, nahmen nur 19 von 21 Bezirksratsmitgliedern an der Bürgermeisterwahl teil. Im ersten Wahlgang erreichte Hofmann nicht die erforderliche absolute Mehrheit: Neun Jastimmen standen sieben Neinstimmen sowie drei Enthaltungen gegenüber. Im zweiten Wahlgang, bei dem auch eine einfache Mehrheit reicht, votierten dann sogar zehn Mandatsträger für Hofmann; bei sieben Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.

Bei der Wahl zum Stellvertreter machte erstmals der Vertreter der Satirepartei „Die Partei“ auf sich aufmerksam. Nachdem bereits Petra Pilger (CDU) und Dierk Schneider (Grüne) nominiert waren, stellte auch Marc-Oliver Schädel (Die Partei) einen Kandidaten auf. „Herr Schädel schlägt sich selber vor – weil er’s kann“, sagte der Spaßpolitiker.

Weitere Überraschungen gab es nicht. Das anschließende Abstimmungsergebnis war in beiden Wahlgängen dasselbe: Die Mehrheit bestätigte Schneider (9 Ja-stimmen) im Amt. Bei zwei Enthaltungen machte der Grünen-Fraktionschef vor Pilger (6) und Schädel (2) das Rennen.

Von Christian Link

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