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Groß-Buchholz Bezirksrat fordert Ampel am Osterfelddamm
Hannover Aus den Stadtteilen Groß-Buchholz Bezirksrat fordert Ampel am Osterfelddamm
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02:15 01.10.2017
Von Gabi Stief
An dieser Stelle fordern Politiker eine Ampel. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Brennpunkt Nummer eins in punkto Verkehrssicherheit ist der Osterfelddamm in Höhe der Neue-Land-Straße. Erst im August war dort erneut ein Kind verunglückt. Eine Siebenjährige war nach Angaben der Polizei unvermittelt von der Mittelinsel auf die Fahrbahn gelaufen; ein 88-jähriger Mercedes-Fahrer hatte nicht mehr bremsen können. Das Mädchen kam mit einem Beinbruch ins Krankenhaus. Mit einem Dringlichkeitsantrag hat der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld jetzt zum wiederholten Mal die Verwaltung aufgefordert, endlich den Überweg an dieser Stelle durch eine Ampel oder einen Zebrastreifen mit dem Warnhinweis „Achtung Fußgänger“ zu sichern. Immer wieder wurde das Anliegen in der Vergangenheit abgelehnt, immer wieder kam es zu schweren Unfällen.

„Die Situation ist untragbar“, klagte ein Anwohner in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats. Es müsse schnellstens etwas geschehen. Der Bezirksrat unterstrich dies und verwies darauf, dass sich im Einmündungsbereich der Neue-Land-Straße eine Schule und eine Kita befänden. Kindergruppen müssten häufig den stark befahrenen Osterfelddamm überqueren, um zum Bus zu kommen. Auf der schmalen Mittelinsel sei zudem viel zu wenig Platz für wartende Fußgänger. Außerdem komme es oft vor, dass Autofahrer den haltenden Bus überholten, trotz durchgezogener Linie, manchmal jenseits der Mittelinsel.

Bezirksrat fordert auch "Blitzer"

Der Bezirksrat forderte außerdem ein härteres Vorgehen gegen Temposünder. In der Schierholzstraße zwischen Osterfelddamm und Pinkenburger Straße, aber insbesondere in der Milanstraße in der Groß-Buchholzer Vogelsiedlung sei das Verhalten von Auto- und Motorradfahrern nicht mehr tolerierbar, heißt es in einem einstimmig verabschiedeten Antrag von SPD, FDP und Grünen. Die meisten würden sich nicht an die Tempo-30-Grenze halten. Der Bezirksrat regt an, deutlich sichtbar, in unregelmäßigen zeitlichen Abständen und an verschiedenen Standorten „Blitzer“ einzusetzen.

Die anderthalb Kilometer lange Milanstraße ist aufgrund der verwirrenden Vorfahrtsregelung Dauerthema im Bezirksrat. Im vergangenen Jahr hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die sich für eine klare Beschilderung einsetzt. Bislang vergeblich. Das jüngste Kapitel im Schilderstreit: SPD, Grüne und FDP forderten die Stadtverwaltung auf, das Verkehrsschild, das Autofahrer in der Milanstraße kurz vor der Seitenstraße Girlitzpark seit einiger Zeit auf die Rechts-vor-links-Regelung hinweist, dauerhaft dort stehen zu lassen. Doch der Antrag kam zu spät und musste zurückgezogen werden. Das Schild ist schon wieder entfernt worden - es stand nur testweise an der Kreuzung.

Gefahrenpunkt wird nicht entschärft

Oft heißt es, „es muss erst etwas Schlimmes passieren, bevor gehandelt wird“. Am Osterfelddamm in Höhe Neue-Land-Straße in Groß-Buchholz ist etwas Schlimmes passiert – eine Schülerin wurde mangels gesicherten Überwegs angefahren und verletzt – und trotzdem passiert nichts. Es ist nicht der erste Vorfall, beim schwierigen Queren des Osterfelddamms. An dieser Stelle gab es bereits mehrfach Unfälle mit Verletzten. Dennoch nimmt sich die Verwaltung des Themas ganz offensichtlich nicht an. Der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld hatte den Punkt schon mehrfach auf der Tagesordnung, sogar ein Dringlichkeitsantrag zum Einrichten einer Ampel oder zumindest eines Zebrastreifens wurde bislang nicht angenommen. Jetzt melden sich auch Anlieger zu Wort, um Abhilfe zu schaffen. Vielleicht finden die Bürger ja mehr Gehör – bevor noch mehr passiert.

Ein Kommentar von Susanna Bauch

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