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Groß-Buchholz Bezirksrat vertagt Plan für Oststadtkrankenhaus
Hannover Aus den Stadtteilen Groß-Buchholz Bezirksrat vertagt Plan für Oststadtkrankenhaus
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02:15 19.08.2016
Vorbereitende Arbeiten haben bereits begonnen: Das Gelände des ehemaligen Oststadtkrankenhauses soll bebaut werden. Quelle: Moers
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Hannover

Für die etwa 112 Bäume, die in noch unbestimmter Zukunft einer Wohn- und Mischbebauung auf dem Areal weichen sollen, sollte nach dem Vorschlag der Stadt ein Biotop an der Stadtgrenze in Isernhagen-Süd aufgeforstet werden. Aus Sicht einer Mehrheit des Bezirksrats Buchholz-Kleefeld ist das jedoch ein Unding. „Wir wollen die Ersatzpflanzungen im Stadtbezirk“, erläuterte Linken-Vertreter Dierk Schneider sein Veto gegen den vorgelegten Plan. Auch SPD, Grüne und CDU teilten die Kritik.

"Wir haben Beratungsbedarf"

„Wir haben in der Sache weiteren Beratungsbedarf“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Behrendt und zog damit die Konsequenz aus der Diskussion. Abgestimmt wurde nicht. Die Folge ist, dass der Bebauungsplan erneut auf die Tagesordnung des Gremiums gesetzt wird. Ohne die Zustimmung des Bezirksrats kann kein Baurecht für das frühere Klinikgelände geschaffen werden. Die Bebauung verzögert sich somit.

Sorgen bereitet die geplante Bebauung des Geländes des 2014 aufgegebenen Oststadtkrankenhauses auch den Naturschützern des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Bei voller Ausnutzung des Geländes wären damit erhebliche Eingriffe in Natur und Landschaft verbunden“, befürchtet der Verein in einem Schreiben an die Stadt. Er schlägt vor, den vorliegenden Siegerentwurf des Münchener Architekturbüros Morpho Logic zu variieren und die Bebauung leicht zu verschieben. Dadurch könnten schützenswerte Bäume gerettet werden.

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Das Oststadt-Krankenhaus Heidehaus zieht ins Siloah um - am Sonnabend haben sich ehemalige Mitarbeiter und Freunde des Hauses zum Abschied getroffen.

Parkähnlicher Charakter soll erhalten bleiben

„Wir wollen, dass der parkähnliche Charakter des Geländes erhalten bleibt“, betonte auch CDU-Bezirksratsherr Maximilian Oppelt. Er plädiert für eine Überarbeitung des Entwurfs. Laut vorgelegtem Bebauungsplan ist die Berücksichtigung einer baumschonenden Bebauung bereits Teil des im Jahr 2013 ausgelobten Architektenwettbewerbs gewesen.

Ob mit oder ohne Ersatzpflanzung im Stadtbezirk, wird sich die endgültige Umsetzung des Bauprojekts ohnehin verzögern. Weil das ehemalige Hauptgebäude weiterhin als Flüchtlingsunterkunft benötigt wird, ist dessen Abriss auf unbestimmte Zeit nicht möglich. Etwa 190 der 320 geplanten Wohnungen können demnach erst nach dem Ende dieser Nutzung gebaut werden.

Der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld befasst sich am Donnerstag, 18. August, erneut mit dem Bebauungsplan. Beginn der öffentlichen Sitzung des Gremiums ist um 18.30 Uhr in der Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule, Neue-Landstraße 27, in Groß-Buchholz. Vor Beginn der Sitzung lädt Bezirksbürgermeister Henning Hofmann von 17.45 bis 18.15 Uhr am gleichen Ort die Einwohner zu einer Sprechstunde ein.

Von Mario Moers

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