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Groß-Buchholz Brunnensanierung beginnt Ende Oktober
Hannover Aus den Stadtteilen Groß-Buchholz Brunnensanierung beginnt Ende Oktober
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17:58 14.10.2015
Die Kulisse hat sich Jorge La Guardia anders vorgestellt. Heute steht sein Brunnen am Roderbruchmarkt umrahmt von Absperrungen, während auf dem Platz das Unkraut sprießt. Quelle: Christian Link
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Hannover

Damit endet eine gut zehnmonatige Wartezeit, die bei vielen Bürgern Unverständnis und Verärgerung ausgelöst hatte.

Die Verwaltung hatte die Sanierung, die aufgrund von technischen Mängeln nötig geworden ist, wegen der Gesamtkosten in Höhe von 120 000 Euro immer wieder hinausgeschoben. Der Brunnen wurde zudem abgesperrt und nicht gepflegt, sodass das Unkraut dort auf der Marktplatzmitte ungehindert wuchern konnte. Anwohner, Verbände und der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld hatten die andauernde Untätigkeit der Stadt immer wieder kritisiert. Die ohnehin von Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) versprochene Renovierung konnten sie dadurch aber nicht beschleunigen.

Nun steuert der Bezirksrat einen anderen Weg an: Das Gremium will dem Brunnen einen permanenten Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung spendieren. „Die Mitarbeiter der Stadt haben Sinnvolleres zu tun, als jede Woche da hinzulaufen und den Brunnen von Hand nachzufüllen“, begründete CDU-Bezirksratsherr Maximilian Oppelt einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen. Der derzeit defekte Wassertank wird dadurch unnötig. Der Bezirksrat beschloss einstimmig, aus seinem jährlichen Budget bis zu 11.000 Euro für diesen Wasseranschluss zu verwenden. „Um den Brunnen dauerhaft sprudeln zu lassen, wären die 11.000 Euro ein erster Schritt“, sagte Rembecki in der Sitzung. Die Folgekosten trägt der Fachbereich Bildung, der für den Brunnen zuständig ist. Schließlich ist er ein Kunstwerk des Bildhauers Jorge La Guardia und wurde 1980 von der Firma Gundlach für das damals neue Roderbruchviertel gestiftet.

Ein Antrag, zwei Meinungen: Trotz des gemeinsamen Standpunkts sorgte das Thema Brunnensanierung für Uneinigkeit im Bezirksrat. Die CDU wollte einen Antrag beschließen lassen, der die zügige Brunnensanierung fordert. Ursprünglich hatten die Christdemokraten das Papier schon in der letzten Sitzung vor der Sommerpause eingebracht. Damals kam der Antrag aber nicht zur Abstimmung, weil Bezirksratsherr Karsten Plotzki (parteilos) noch Beratungsbedarf sah.

„Mit dem Antrag wollen wir die Sache endgültig wasserfest machen“, begründete Oppelt das Festhalten der CDU. Die große Mehrheit im Bezirksrat schloss sich jedoch SPD-Bezirksratsfrau Irma Tinnefeld an, die den Antrag für überholt hielt und ihn ablehnte. „So viel Lebenszeit habe ich gar nicht mehr, um mich mit Dingen zu beschäftigen, die längst beschlossen sind“, ärgerte sich die 68-jährige Rentnerin. „So alt sind Sie nicht, Sie können immer noch für den Rat kandidieren“, erwiderte daraufhin Parteigenosse Henning Hofmann - ein Seitenhieb auf seinen Konkurrenten um den SPD-Ratssitz in Buchholz-Kleefeld, den 64-jährigen Gerd Andres. Darüber konnten die Vertreter aller Parteien trotz angespannter Stimmung dann wieder gemeinsam lachen.

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