Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
CDU nennt geplanten Grundschulstandort untragbar

Groß-Buchholz CDU nennt geplanten Grundschulstandort untragbar

Einst wurden Schulen geschlossen, jetzt fehlen sie wieder. Seit zwei Jahren setzt sich der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld für den Bau einer zweiten Grundschule in Groß-Buchholz ein. Dem jetzt von der Stadt vorgeschlagenen Standort stimmte der Bezirksrat zu. Mit einer Ausnahme: Die CDU-Fraktion hält den Standort für untragbar.

Voriger Artikel
Kita im ehemaligen Oststadtkrankenhaus eingeweiht
Nächster Artikel
Initiative bringt Flüchtlinge und Handwerk zusammen

Auf der Grünfläche südlich der Albert-Liebmann-Schule (links) soll die neue Schule entstehen.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Seit einem Jahr besuchen Erstklässler aus dem Stadtteil die Maximilian-Kolbe-Schule im benachbarten Kleefeld, weil die Schule am Groß-Buchholzer Kirchweg (Grobuki) überlaufen ist. Nun ist ein Grundstück gefunden: am Paracelsusweg, zwischen Messeschnellweg und Podbielskistraße.

Der Bezirksrat stimmte dem Vorschlag der Stadt in seiner jüngsten Sitzung zu - allerdings mit einer Ausnahme. Die CDU-Fraktion hält den Standort für untragbar. „Der Stadtspitze sind die Finanzen wichtiger als die Interessen der Schüler“, kritisierte Fraktionschef Maximilian Oppelt.

Die CDU erinnerte die anderen Parteien daran, dass man einst gemeinsam für eine Schule auf dem ehemaligen Gelände des Oststadtkrankenhauses oder in der Nähe des dort geplanten Wohnquartiers plädiert habe. Nun werde eine zentrale Bildungseinrichtung an den Rand des Stadtbezirks hinter eine Lärmschutzwand gedrängt, schimpfte CDU-Bezirksratsherr Arne Borstelmann. Auch die direkte Nachbarschaft der neuen Grundschule zur Albert-Liebmann-Schule, einer Förderschule, sei „schwierig“; ein Verkehrschaos sei absehbar. SPD, Grüne und Linke unterstützten dagegen den Vorschlag der Verwaltung.

SPD-Fraktionschef Hans Behrendt lobte ausdrücklich die geplante Dreizügigkeit der Schule mit Turnhalle und Bolzplatz und den anvisierten Eröffnungstermin zum Schuljahr 2021/2022. Die Grünen hielten die Einwände der CDU zudem für abwegig. Der Paracelsusweg sei gerade einmal 500 Meter vom Wunschstandort am Oststadtkrankenhaus entfernt, argumentierten sie. Ex-CDU-Mitglied Friedrich Wilhelm Busse erinnerte die CDU-Kollegen daran, dass sie früher einmal die Albert-Liebmann-Schule als neue Grundschule favorisiert hätten - diese befinde sich aber genau an jenem Ort, den man nun für ungeeignet halte.

Stadtplanerin Constanze Baron bezeichnete den Standort als die günstigste Variante. Das Grundstück gehöre bereits der Stadt und sei kein hochwertiges Bauland. Zudem sei das ehemalige GBH-Gebäude in der Nähe des Oststadtkrankenhauses bereits für Dienststellen der Kfz-Zulassungsstelle reserviert.

Schulamtsleiterin Petra Martinsen bedauerte, dass man die Albert-Liebmann-Schule zu einer Zeit an die Region verloren habe, als die Schülerzahlen dahinschmolzen. Der Beschluss sei nicht rückgängig zu machen. Ein mögliches Verkehrschaos indes fürchtet Martinsen nicht. „Wir hoffen, dass die Schüler auf Füßchen und Rollern kommen statt im Auto der Eltern.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Groß-Buchholz
Groß-Buchholz in Zahlen
  • Stadtbezirk : Buchholz-Kleefeld, 4. Stadtbezirk in Hannover 
  • Stadtteile: Kleefeld, Groß-Buchholz, Heideviertel
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.135 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Groß-Buchholz (26.128 Einwohner), Kleefeld (12.045 Einwohner), Heideviertel (4.962 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 3.090 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30655, 30625, 30627
  • Geschichte : Groß-Buchholz gehört seit 1907 zu Hannover.
Hannover – tierisch!

Kein anderer hat Hannover so fotografiert wie Wilhelm Hauschild. Anlässlich seines 30. Todestages widmet ihm die HAZ eine Bilderserie. Heute: Hannover – tierisch!

Region
Hannover – vom Heißluftballon aus gesehen

Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.