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Hannoveranerin wird 105 Jahre alt

"Abends gern mal ein halbes Bier" Hannoveranerin wird 105 Jahre alt

Leonie Hölscher gehört zu den fünf ältesten Hannoveranern und ist trotzdem noch topfit. Geboren noch vor dem Ersten Weltkrieg, lebt sie heute im DRK-Seniorenzentrum Warburghof im Roderbruch. Fit hält sich die 105-Jährige mit Rätseln oder Bingo. Das Geheimnis ihres hohen Alters: "Ich trinke abends gern mal ein halbes Bier."

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Man sieht ihr die Zahl ihrer Jahre nicht an: Leonie Hölscher könnte glatt als eine Dame von Mitte 80 durchgehen - und ist doch 105 Jahre alt.

Quelle: Tomma Petersen

Hannover. Leonie Hölscher sitzt lachend mit ihrer Tochter Margrit Berthold auf dem kleinen, weiß-roten Sofa in ihrem Zimmer und schaut sich ein Fotoalbum an. „Das war 1922, da war ich gerade zehn Jahre alt“, erzählt die heutige Uroma Hölscher und zeigt auf ein Foto von sich und ihrem Bruder. Ihre Kindheit ist zwar schon viele Jahrzehnte vorbei, daran erinnern kann sich die alte Dame, die vor Kurzem stolze 105 Jahre alt geworden ist, aber noch sehr gut.

Verabredung vorm Schuhladen

Geboren wurde Leonie Hölscher am 6. Juni 1912 in Frankfurt am Main - noch vor dem Ersten Weltkrieg. 1934 lernte sie ihre große Liebe kennen und zog später mit ihrem Ehemann nach Northeim. Allerdings sei es fast nicht zu dem ersten Treffen mit ihrem zukünftigen Mann gekommen, berichtet die Seniorin. Er hatte sich mit ihr an einem Schuhgeschäft verabredet, beide hätten allerdings an unterschiedlichen Geschäften aufeinander gewartet. „Ich wollte schon gehen. ,So was lässt du nicht mit dir machen’, habe ich mir gedacht“, sagt sie im Rückblick. Zum Glück sei ihre Verabredung dann damals aber noch zum zweiten Schuhgeschäft gelaufen, wo sie wartete.

„Bis zu meinem 99. Lebensjahr habe ich mich in Northeim allein um den Haushalt gekümmert“, erzählt die rüstige 105-Jährige. Irgendwann sei ihre Tochter jedoch der Meinung gewesen, dass ihre Mutter nicht mehr mit 99 Jahren auf die Leiter steigen solle, um die Gardinen abzuhängen und zu waschen. Seitdem wohnt die Jubilarin in Hannover. Seit einigen Jahren lebt sie zufrieden im DRK-Seniorenzentrum Warburghof im Roderbruch. „Auch die Jahre davor habe ich schon viel Zeit hier verbracht. Besonders die Holländische Kakaostube gefällt mir so gut.“ Nach wie vor geht die 105-Jährige noch gern allein einkaufen und holt sich ihre Tageszeitung. „Rätselhefte hole ich mir auch und löse sie - das bringt mir großen Spaß“, erzählt Leonie Hölscher .

Vorliebe fürs Bingo-Spiel

Um körperlich aktiv zu bleiben, hilft sie immer einmal wieder in der Küche des Seniorenzentrums aus. Und ihren Kopf hält sie mit Vorliebe fit, indem sie Bingo mit den anderen Senioren im Haus spielt. „Aber taufrisch sind die meisten von ihnen auch nicht mehr“, sagt die Jubilarin und muss lachen. „Das ist ja auch albern - meinen jüngsten Sohn nenne ich immer ,den Kleinen’. Dabei ist er 1974 geboren“, berichtet Leonie Hölscher, die tatsächlich eine der fünf ältesten Hannoveraner ist.

Den Rummel an ihrem 105. Geburtstag hat sie locker weggesteckt. Mit Petra Rudszuck, die stellvertretend für den Regionspräsidenten einen Besuch abgestattet hat, und den Journalisten und Fotografen plaudert Hölscher gern und beantwortet bereitwillig alle Fragen. Wie man so alt wird wie sie? „Ich trinke abends gern mal ein halbes Bier“, sagt das Geburtstagskind und lacht einmal mehr.

Von Tomma Petersen

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