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Groß-Buchholz MHH-Neubauentscheidung steht kurz bevor
Hannover Aus den Stadtteilen Groß-Buchholz MHH-Neubauentscheidung steht kurz bevor
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00:19 01.12.2018
MHH-Präsident Prof. Christopher Baum (von links), Staatssekretärin Sabine Johannsen, MHH-Vizepräsidentin Andrea Aulkemeyer und MHH-Vizepräsident Andreas Tecklenburg begrüßenbeim Jahresempfang der Medizinischen Hochschule Hannover die Gäste. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Die Entscheidung, wo die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) neu gebaut wird, soll in wenigen Wochen fallen. Die Staatssekretärin aus dem Wissenschaftsministerium, Sabine Johannsen, kündigte beim Jahresempfang der MHH am Mittwochabend eine schnelle Standortentscheidung an. Zur Wahl stehen der Neubau eines Zentralklinikums auf der derzeitigen Parkplatzfläche an der Karl-Wiechert-Allee sowie am Stadtfelddamm auf einem Kleingartengelände.

Rund 350 Gäste sind der Einladung des Präsidiums gefolgt.

Bis der Bau fertig sei, müsse der Betrieb in der MHH reibungslos weiterlaufen, daher müssten weiterhin die alten Gebäude saniert werden. Investitionen seien unter anderem im Bereich des Brandschutzes sowie bei der Stromversorgung nötig, berichtete Johannsen.

Der Neubau sei auch wichtig wegen der Konkurrenz der unterschiedlichen Kliniken um Pflegekräfte, betonte sie. Erst seit kurzem besteht die Möglichkeit, Pflegekräfte an der MHH besser zu bezahlen: Das Land genehmigte Zulagen, mit denen die Tarifunterschiede zu den kommunalen Krankenhäusern ausgeglichen werden können.

Hochschulpräsident Prof. Christopher Baum hob in seinen Begrüßungsworten die Exzellenzstrategie gemeinsam mit der Uni Hannover hervor. Wenige Stunden vor dem Empfang hatte Baum mit Uni-Präsident Prof. Volker Epping dazu eine Vereinbarung unter dem Titel „Leibniz-Allianz Hannover“ unterzeichnet.

Baum berichtete, dass die MHH jetzt bereits im vierten Jahr in Folge wirtschaftlich stabil unterwegs sei. Im vergangenen Jahr wurden in der MHH 63.000 Patienten stationär behandelt, es gab 470.000 ambulante Patientenkontakte.

MHH-Vizepräsident Andreas Tecklenburg übergab beim Jahresempfang die diesjährigen Preise für die Krankenversorgung, insgesamt stehen dafür 60.000 Euro zur Verfügung. Für die verbesserte Zusammenarbeit zwischen dem Pflegebereich und Ärzten zeichnete Tecklenburg die Klinik für Anästhesiologie aus. In der Kategorie Qualitäts- und Risikomanagement ging die Auszeichnung an die Neurochirurgie und die Pflegewissenschaft: Eine zusätzliche akademische Pflegefachkraft hilft Patienten und Angehörige nach neurochirurgischen Eingriffen mit Hinweisen zu Beratungsangeboten und Unterstützungsmöglichkeiten. Ein weiterer Preis ging an ein Projekt zur Neugestaltung des Ambulanzwartebereichs in der Kinderklinik.

Von Mathias Klein

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