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Groß-Buchholz OB Schostok stellt sich Anwohnerkritik
Hannover Aus den Stadtteilen Groß-Buchholz OB Schostok stellt sich Anwohnerkritik
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02:15 21.03.2016
Oberbürgermeister Stefan Schostok sieht keine Alternative zu den vielen Flüchtlingsunterkünften in Buchholz-Kleefeld. Quelle: Treblin (Archiv)
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Groß-Buchholz

Viele Anwohner haben das Gefühl, praktisch über Nacht vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Bei der Einwohnerversammlung am Donnerstag in der IGS Roderbruch bemängelten sie unter anderem die Entscheidung, dass einer von fünf Standorten für Leichtbauhallen – das Votum fiel im Januar – in Groß-Buchholz eingerichtet wird.

Kleingärtner und Eigenheimbesitzer liefen dagegen Sturm. „Es wäre wünschenswert, für die Leichtbauhalle einen anderen Stadtbezirk auszuwählen“, forderte der CDU-Ratsherr Maximilian Oppelt. „Wir sind nicht gegen die rot-grüne Flüchtlingspolitik, aber die Verteilung der Unterkünfte muss regional ausgewogen geschehen“, sagte er. In Buchholz-Kleefeld sei das nicht der Fall. Schostok sieht indes keine Alternativen. „Wir haben nur eine begrenzte Anzahl an Flächen.“

Schostok: "Flüchtlingsstrom wird nicht versiegen"

Knapp 5000 Flüchtlinge und Asylbewerber werden derzeit von der Stadt Hannover untergebracht. Bis Ende des Jahres muss sie Platz für weitere rund 5800 Menschen schaffen. Daran ändere vorerst auch die Ankündigung des niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius nichts, der demnächst mit weniger Flüchtlingen rechnet. Der Strom werde nicht versiegen, sagte Schostok.

Und: Mehr als 60 Prozent der Flüchtlinge in der Stadt leben in Notunterkünften wie Turnhallen oder dem ehemaligen Oststadtkrankenhaus in Groß-Buchholz. Diese Notunterkünfte will die Stadt nach und nach auflösen. Als Ersatz werden Modulanlagen und Leichtbauhallen gebaut, die ihrerseits auch nur wenige Jahre in Betrieb bleiben sollen.

All das werde sich auch positiv auf die Zahl der Unterkünfte in Buchholz-Kleefeld auswirken, sagte der Oberbürgermeister. Und die Bürger würden so schnell über Standorte informiert, wie es die Ereignisse zuließen.

Von Marcel Schwarzenberger

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