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Groß-Buchholz Platz umstritten: Hier entsteht die neue Grundschule
Hannover Aus den Stadtteilen Groß-Buchholz Platz umstritten: Hier entsteht die neue Grundschule
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02:15 12.11.2016
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Hannover

Der Rat der Stadt hat bereits zugestimmt. Im Bezirksrat Buchholz-Kleefeld sind sich die Fraktionen hingegen nur darin einig, dass die neue Schule dringend nötig ist.

In gewisser Weise hat sich die Verwaltung mit ihrer Entscheidung einem ganz alten Standortvorschlag genähert: Schon vor zwei Jahren hielt die rot-grüne Bezirksratsmehrheit eine Umnutzung der Förderschule für die Grundschule für eine gute Idee. Die Region Hannover als Trägerin der Einrichtung ließ sich aber nicht auf Verhandlungen ein; nun soll ein Neubau auf der grünen Wiese neben der Liebmann-Schule entstehen. Irgendwann in den nächsten fünf Jahren soll sie gebaut und eröffnet werden; Geld steht laut städtischem Planungsprogramm für die Schulentwicklung bereit. Der amtierende Bezirksbürgermeister Henning Hofmann ist zufrieden. „Nun müssen Details kommen.“

Im August noch hatte der Bezirksrat gefordert, dass die Stadt auf dem Gelände des früheren Oststadtkrankenhauses auch Platz für die Schule einplant – wenn auch mit der Einschränkung, dass es keine Alternative gibt, die sich in nächster Zeit verwirklichen lässt. Nun hat die Stadt einen Standort gefunden; auch die Grünen sind damit zufrieden. „Der Standort ist gut gewählt“, betont der amtierende Fraktionschef Dierk Schneider. Zwar sei das frühere Klinikgelände noch besser gelegen, doch die Nachbarschaft mit der Förderschule könne sich für beide Einrichtungen als Vorteil erweisen. „Das Gelände südlich der Liebmann-Schule steht auch früher zur Verfügung als das Oststadtkrankenhaus“, sagt Schneider. Vielleicht ließe sich der Neubau auch als öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) verwirklichen. Das Krankenhausgelände beherbergt noch bis nächstes Jahr ein Flüchtlingsheim, zudem müssen die Gebäude dort erst abgerissen werden, bevor Neues entstehen kann.

Die Stadt will das Areal durch Investoren in ein Wohngebiet mit 300 Wohneinheiten umwandeln lassen. Das dauert eine Weile.

Die CDU hatte in der Ratsversammlung gegen den Neubau am Paracelsusweg gestimmt. „Der Standort ist nicht ideal“, sagt Ratsherr Maximilian Oppelt. Zu weit weg von den Wohnvierteln, die von der Grundschule profitieren sollen. „Fast schon Misburg“, kritisiert Oppelt. Das Oststadtkrankenhaus wäre die bessere Option gewesen. Der Streifen zwischen Oststadtkrankenhaus und Podbielskistraße ist bereits vermarktet und wird derzeit mit Wohnungen und Büros bebaut. Die Chance sei vertan worden. Für das eigentliche Klinikareal gibt es hingegen noch keinen Kaufvertrag und damit keinen Investor.

Andererseits: Weit entfernt ist der neue Schulstandort vom künftigen Wohngebiet Oststadtkrankenhaus auch nicht. Und von den Kerngebieten in Groß-Buchholz aus müssen die Grundschüler ohnehin den Mittellandkanal überqueren, egal ob die neue Schule am Paracelsusweg oder an der Pasteurallee entsteht. Die Familien dort haben größere Probleme, ihre Kinder zur Grundschule Nackenberger Straße zu bringen. Die Einrichtung eröffnete im Sommer 2015 gegen den Widerstand der Groß-Buchholzer Eltern im deutlich weiter entfernten Kleefeld. Die Stadt sah darin einen Kompromiss, um die bis dahin einzige Grundschule in Groß-Buchholz – die völlig überfüllte Grobuki am Groß-Buchholzer Kirchweg – zu entlasten. Der Standort Nackenberger Straße soll auch erhalten bleiben, wenn die neue Grundschule in Groß-Buchholz steht.

Von Marcel Schwarzenberger

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