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Groß-Buchholz Straßennamen am Oststadtkrankenhaus stehen fest
Hannover Aus den Stadtteilen Groß-Buchholz Straßennamen am Oststadtkrankenhaus stehen fest
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00:16 16.06.2017
Die ersten Baugenehmigungen am ehemaligen Oststadtkrankenhaus liegen vor. Quelle: Mario Moers (Archiv)
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Hannover

Dora Gerson, 1884 in Aschersleben geboren, war bis zum Entzug ihrer Kassenzulassung 1933 Ärztin in Köln und Dresden. Drei Jahre später nahm sie eine Stelle in der Jüdischen Gartenbauschule als Hauswirtschaftsleiterin an. Außerdem kehrte sie zu ihrem jüdischen Glauben zurück. Diesen hatte sie im Studium abgelegt und sich der evangelischen Kirche angeschlossen hatte. 1940 durfte Gerson auch die in der Gartenbauschule lebenden Kinder und Jugendlichen betreuen. An ihrem 57. Geburtstag, dem 24. September 1941, nahm die Ärztin sich aus unbekannten Gründen das Leben. Noch heute steht ihr Grab auf dem jüdischen Friedhof in Bothfeld.

Die 1869 geborene Rose Senger leitete von 1905 bis 1911 eine Praxis für Frauen und Kinderheilkunde sowie für Geburtshilfe in Hannover. Mit 21 anderen Medizinstudentinnen wandte sie sich 1900 an den Bundesrat. Die Studentinnen baten die Politiker, „Übergangsbestimmungen für Medizinerinnen deutscher Nationalität, die in der Schweiz studiert haben oder noch studieren“ zu schaffen. Bis zwei Jahre vor ihrem Tod praktizierte Senger in Magdeburg. Ihre Todesumstände sind nicht genau bekannt. Aber es wird vermutet, dass sie Opfer des schweren Bombenangriffs am 16. Januar 1945 in Magdeburg wurde.

Mit der Straßenbenennung nach den beiden Ärztinnen, die der Bezirksrat in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen hat, wird auf den Standort des ehemaligen Oststadtkrankenhauses aufmerksam gemacht. Das Krankenhaus ist im September 2014 mit dem Klinikum Siloah zusammengelegt worden.

Von Madeleine Buck

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