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Groß-Buchholz Streit um Schulhof in Groß-Buchholz
Hannover Aus den Stadtteilen Groß-Buchholz Streit um Schulhof in Groß-Buchholz
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00:15 13.02.2016
Wem gehört der Schulhof - und wann? Darüber wird an der Grundschule Groß-Buchholzer Kirchweg heftig diskutiert. Quelle: Benjamin Behrens (Archiv)
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Groß-Buchholz

Das Gremium entschied sich nun vor Kurzem für einen Kompromiss, der auch die Sorgen des Lehrerkollegiums aufgreift.

Unter der Woche gehört der Hof ohnehin die meiste Zeit des Tages dem Schulbetrieb, schließlich ist die Grobuki eine Ganztagsschule. Erst ab 17 Uhr dürfen auch andere Kinder auf die erst im Jahr 2011 runderneuerte Außenanlage. Auf Betreiben der CDU-Fraktion setzte der Bezirksrat vor vier Jahren durch, dass der Hof auch an den Wochenenden und in den Ferien für spielende Kinder geöffnet wird.

Allerdings kämen nicht nur Kinder auf den Hof, bemängelte die Schule. „Junge Erwachsene nutzen die Spielfläche und konsumieren Alkohol und Drogen“, notierte die Stadtverwaltung in ihrer Druckvorlage zur Schließung des Schulhofs. Die Stadt folgte damit dem Ansinnen der Schule, die Fläche künftig nur noch während des Ganztagsbetriebs für die Kinder der Grundschule nutzbar zu machen. Die Lehrer kritisierten häufige Funde von Unrat wie Zigaretten, Glasscherben und Flaschen. Auch Gespräche des Hausmeisters mit Jugendlichen hätten keine Verbesserungen gebracht, hieß es.

Zudem nahm sich Hermann Städtler, Leiter der Vahrenheider Fridtjof-Nansen-Schule und Leiter des vom Kultusministeriums geförderten Projekts „Bewegte Schule“ der Sache an. In seiner Stellungnahme an die Verwaltung empfahl er, auf die Forderung der Schule einzugehen. Der Ganztagsbetrieb in einer so überfüllten Schule wie der Grobuki - sie wird von gut 400 Kindern besucht, und wegen Platzmangels werden Schüler seit 2013 auch in Containern unterrichtet - erfordere den Schutz des Schulhofs als Lernraum. „Das schließt die unbeaufsichtigte Nutzung außerhalb der Schulzeit gänzlich aus“, betonte Städtler. Vandalismus sorge für unkontrollierte Störungen.

So ganz wollten aber auch einige Eltern der Argumentation der Grundschule nicht folgen. „Die Schule ist ein wichtiger Lebensraum”, räumte Anwohnerin Unda Karlshaus ein. Dass regelrechter Vandalismus auf dem Schulhof herrschen soll, glaube sie nicht. Zwei ihrer Kinder besuchten die Grobuki und spielten auch nach dem Unterricht gern und oft auf dem Hof. Sicher bedeute es einen gewissen Aufwand, wenn Schulmitarbeiter am Morgen erst nach möglichen Hinterlassenschaften vom Vortag schauen müssten. „Aber ich wünsche mir eine Klärung der Lage unter Einbeziehung interessierter Eltern“, sagte Karlshaus. Es sei für viele Kinder wichtig, wenn der Hof geöffnet bliebe, denn er sei weit und breit die attraktivste Spielfläche.

Quer durch alle Fraktionen gab es bei der Bezirksratssitzung viel Zustimmung für diese Forderung. Eine Schließung des Hofs wäre nicht kinderfreundlich, meinte CDU-Fraktionschef Eike Borstelmann. Sein Kollege Hans Behrendt von der SPD schlug zudem eine Testphase vor. Diese Idee floss schließlich in einen interfraktionellen Antrag ein: Mindestens zwei weitere Jahre soll der Schulhof geöffnet bleiben. In dieser Zeit soll die Stadt auch Jugendarbeiter schicken, die regelmäßig nach dem Rechten schauen. Außerdem soll es eine Kooperation zwischen Schule und Eltern geben, um eine Patenschaft für den Hof ins Leben zu rufen. Erst wenn all das nichts nützt, soll eine Schließung erneut ins Auge gefasst werden.

Von Marcel Schwarzenberger

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