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Groß-Buchholz Züchter zeigen ihre gefiederten Freunde
Hannover Aus den Stadtteilen Groß-Buchholz Züchter zeigen ihre gefiederten Freunde
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15:10 28.11.2015
Rolf Köhler (linkes Bild, v. l.), Michael Thomas, Olaf und Helmut Nagler zeigen ihre prämierten Vögel. Birgit Grammelt und Joel haben die Weißohrsittiche ins Herz geschlossen. Quelle: Benjamin Behrens
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Groß-Buchholz

Schon beim Betreten des großen Saals der Gaststätte Zur Eiche wird der Besucher von einem Chor begrüßt. In großen und kleinen Käfigen und Schaukästen piepen, zwitschern und singen etliche Sittiche, Kanarienvögel und Finken, was die Schnäbel hergeben. Der Verein Vogelliebhaber Farbenpracht Hannover präsentierte am vergangenen Wochenende die Ergebnisse der Zuchtarbeit.

Ein Rundgang durch die Ausstellung führt gleich zu Beginn an vier sogenannten Kollektionen von Farbkanarien vorbei. Jeweils vier Jungvögel aus diesem Zuchtjahr sind zusammen ausgestellt. Flink hüpfen die kleinen Federträger auf den Stangen ihrer Käfige umher. Auf den ersten Blick wirken die etwa 30 mal 40 Zentimeter großen Käfige selbst für die kaum handhohen Vögel zu eng. Olaf Nagler, 1. Vorsitzender des Vereins, gibt Entwarnung: „Die Vögel werden nur zur Bewertung in den Ausstellungskäfigen gehalten“, erklärt der 46-Jährige. Außerdem können sich die Tiere entsprechend an die Unterbringung gewöhnen, und es geht nach der Schau sofort in die gewohnte Umgebung zurück. „Wir haben hier 140 Bewertungsvögel und in den Vitrinen nochmal um die 100“, zählt der Züchter auf.

Birgit Grammelt ist mit ihrem Enkel Joel an einer großen Voliere mit zwei Weißohrsittichen stehen geblieben. Die bunten Vögel haben es ihr und dem Einjährigen angetan. „Ich habe selbst eine Blaustirnamazone und habe geschaut, ob ich hier ein Weibchen dazu bekommen kann - leider nicht“, sagt die 52-Jährige.

An den Bewertungskäfigen geben offizielle Karten des Deutschen Kanarien- und Vogelzüchter-Bunds Auskunft darüber, wie die Vögel überzeugt haben. Die Preisrichter bewerten Eigenschaften wie Farben, Gefieder, Form und Größe oder auch die Haltung des Vogels.

Olaf Nagler kann zufrieden sein, er hat mit seinen Kanarienvögeln gut abgeschnitten. An mehreren Käfigen hängen Rosetten, unter anderem für den 1. Platz unter den Rassen, die als frisiert bezeichnet werden. Wer sich den weiß-gelben Vogel anschaut, weiß warum. Rund um den Brustkorb des Tiers wachsen die Federn gegen den Strich, so ergibt sich ein flauschiger Mantel. Nach und nach auf einen Idealstandard hinzuarbeiten ist ein mühevoller und langwieriger Prozess. „Es sind halt Lebewesen, das macht auch den Reiz aus“, findet Nagler. An das Hobby kam er 1985 durch seinen Vater Helmut. „Ich habe ihn gut angelernt“, sagt der 79-Jährige stolz.

Eines der Tiere von Rolf Köhler hat mit 93 von 100 Punkten die höchste Wertung der Ausstellung. Der 80-Jährige züchtet seit er zwölf Jahre alt ist, zurzeit vor allem Stieglitze, Zeisige, Kanarienvögel und Kreuzungen. Nicht alle Arten lassen sich gut kombinieren. „Das ist eine Wissenschaft für sich“, sagt Köhler. Um die 70 Tiere hat er in mehreren Volieren untergebracht, hinzu kommt ein beheizter Zuchtraum. Wie auch die Vitrinen der Ausstellung, ist dieser mit Zweigen, Laub und Sandboden möglichst naturgetreu gestaltet. Kommt die Brutzeit, hängt der Züchter spezielle Drahtgestelle auf und legt Nistmaterial aus, damit die werdenden Eltern an die Arbeit gehen können. „Die bauen richtige kleine Kunstwerke, da staunt man.“

Von Benjamin Behrens

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