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Bau am Hainhölzer Markt startet später

Hainholz Bau am Hainhölzer Markt startet später

Das größte für Hainholz aktuell noch ausstehende Bauprojekt wird sich deutlich verzögern: Die Stadtverwaltung rechnet erst im Jahr 2017 mit einem Baubeginn am Hainhölzer Markt.

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Eine Computeransicht vom Hainhölzer Markt.

Quelle: Dirk W. Rahlfs

Hainholz. Dies wurde jetzt im Bezirksrat Nord bekannt. Das Unternehmen Rahlfs Immobilien aus Neustadt plant unter dem Titel „Hainhölzer Markt Süd“ seit 2014 zwei Neubauten mit Einzelhandel und Wohnungen - und war zunächst von einem Baustart im Herbst 2015 ausgegangen.

Für das Gelände an der Schulenburger Landstraße in Höhe der Haltestelle Hainhölzer Markt hatte die Stadt rund zehn Jahre lang einen Investor gesucht. Neben 40 Wohnungen soll ein fußläufiges Einkaufszentrum mit Supermarkt, Discounter, Drogerie und Café für die Anwohner entstehen. Doch der notwendige Bebauungsplan für das 16-Millionen-Euro-Projekt ist weiterhin nicht beschlossen. Im Sommer 2014 gab es zwar bereits eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. Dennoch stehen jetzt bis zur öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans und dem späteren Beschluss immer noch etliche Details des Bauprojekts zur Klärung an. Die Planung des Gebäudes und der Freiflächen müsse bis zum Auslegungsbeschluss fast Bauantragsreife haben, hieß es jetzt im Bezirksrat Nord. Details werden sonst in der Regel erst beim Bauantrag geklärt. Bei einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan wie in diesem Fall ist das nicht möglich.

„Wir haben schlicht durch die Rahmenbedingungen ein Jahr verloren. Das ist ärgerlich für alle Beteiligten“, erklärt Olaf Hempel von der HI Development und Stadtentwicklung GmbH gegenüber dem Stadt-Anzeiger. Hempel, der das Projekt für den Investor betreut, nennt Probleme bei den notwendigen Gutachten zu Themen wie Lärm als Grund für die Verzögerungen. Durch verschiedene Bauarbeiten und Umleitungen an der Schulenburger Landstraße habe die Verkehrszählung am Gelände verschoben werden müssen. Inzwischen seien fast alle Gutachten vorhanden. Nur beim Thema Altlasten fehle noch eine Nachuntersuchung.

„Das Vorhaben ist sehr komplex und benötigt einen längeren Planungszeitraum, der bei Projekten dieser Art nicht ungewöhnlich ist“, betont Stadtsprecher Alexis Demos. Die erforderlichen Fachgutachten hätten außerdem neu aufgestellt werden müssen, da sich das Bauprojekt von seinem Vorläufer unterscheide. Ein früherer Interessent hatte bereits eine Planung für das Einkaufszentrum entwickelt, war dann aber vor dem Grundstückskauf abgesprungen.

„Für die Stadt ist die Entwicklung des Hainhölzer Marktes das zentrale Projekt zum Abschluss der Sanierung in Hainholz“, sagt Demos. Die Verwaltung unterstütze das Vorhaben personell und die geplanten Mietwohnungen auch mit Städtebaufördermitteln. „Uns hat die Verzögerung überrascht. Das Wichtigste ist aber, dass das Projekt zu einem vernünftigen Abschluss kommt“, sagt Yasin Herar, SPD-Fraktionschef im Bezirksrat.

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Hainholz in Zahlen
  • Stadtbezirk : Nord, 13. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 30.106
  • Einwohner je Stadtteil: Nordstadt (16.604 Einwohner), Hainholz (6.664 Einwohner), Vinnhorst (6.698 Einwohner) und Brink-Hafen (140 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 2.777 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30167, 30165, 30179
  • Markantes aus der Geschichte: Der Name Hainholz geht vermutlich auf eine vorchristliche Stätte zur Verehrung heidnischer Götter zurück. Das Dorf Heynholtz wird 1425 erstmals urkundlich erwähnt, seit 1891 ist es ein Stadtteil von Hannover. 
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