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Hainholz Dieses Haus steht dem Stadtbahnausbau im Weg
Hannover Aus den Stadtteilen Hainholz Dieses Haus steht dem Stadtbahnausbau im Weg
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17:15 10.11.2017
Von Bärbel Hilbig
Das Haus an der Schulenburger Landstraße 95 steht dem Ausbau der Stadtbahnstrecke im Weg.  Quelle: Archiv
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Stadt und Region wollen die wichtige Ausfallstraße auf einem 350 Meter langen Abschnitt zwischen Sorststraße und Hainhölzer Markt grundlegend umgestalten und aufwerten. Gleise und Fahrbahn sind in diesem Bereich in schlechtem Zustand, die Dauerbelastung durch 18 000 Fahrzeuge am Tag hinterlässt Spuren. Die Gleis- und Straßenbauarbeiten sollten ursprünglich im Jahr 2018 laufen.

Doch das wird sich nicht halten lassen. Der Infrastrukturgesellschaft der Region (Infra) ist es bisher nicht gelungen, sich mit den Eigentümern des Gebäudes an der Schulenburger Landstraße 95 zu einigen. Das mehrstöckige Wohnhaus sowie zwei Nebengebäude stehen dem Straßenumbau im Weg und sollen abgerissen werden. Dafür müsste die Infra das Mietshaus aus dem Jahr 1902 aber zuvor erwerben, was sich als schwierig erweist.

Kein Baustart ohne Hausverkauf

Im Verkehrsausschuss der Region berichtete Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz kürzlich von den Problemen. Erst nach dem Kauf des Gebäudes kann der Planfeststellungsbeschluss erfolgen, der Voraussetzung für den Baustart ist. Stadt und Region können deshalb die Arbeiten an dem maroden Straßenabschnitt bis auf Weiteres nicht starten. Als Notbehelf will die Infra jetzt zumindest die alten Gleise so weit herrichten, dass Autofahrer sie gefahrlos queren können.

Nach Angaben der Hauseigentümer hat die Infra bereits Mitte 2014 Kontakt aufgenommen, jedoch nie ein konkretes Kaufangebot gemacht. Die Eigentümer ließen selbst im Herbst 2015 ein Gutachten anfertigen, das über der amtlichen Schätzung liegt. „Die Preise sind seitdem angezogen. Ich verstehe nicht, warum die Infra so lange zögert“, sagt ein Eigentümer. Auf ein Angebot, das die Hausbesitzer selbst im Frühjahr 2017 unterbreiteten, habe die Infra nicht geantwortet. Die Infra betont, dass sie sich um eine einvernehmliche Einigung bemühe. Allerdings sei der Entschädigungsrahmen durch das amtliche Wertgutachten vorgegeben.

Bei der geplanten umfangreichen Umgestaltung soll die Stadtbahn ein eigenes Gleisbett mit Rasen bekommen. Die Stadt will die verschlissene Fahrbahn erneuern, breitere Rad- sowie Fußwege anlegen und den Straßenverlauf mit 36 neu gepflanzten Bäumen akzentuieren. Überlegungen zu einer Umplanung, die das Mietshaus ausklammern, haben Stadt und Region mit Hinweis auf die Verkehrssicherheit verworfen. Mieter in dem Gebäude hatten vor gut einem Jahr im Bezirksrat Nord berichtet, dass sie anderswo keine ähnlich preisgünstigen Wohnungen finden. Ihre Belange wollten Stadt und Region berücksichtigen, so hieß es jetzt.

Im Flächennutzungsplan sind die Grundstücke seit Längerem als Verkehrs- und nicht als Wohnbaufläche ausgewiesen. Die Stadt hatte benachbarte Grundstücke im Vorfeld erworben, damit eines Tages eine Straßenverbreiterung möglich wird.

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