Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Hainholz Fichteschule bekommt einen Anbau
Hannover Aus den Stadtteilen Hainholz Fichteschule bekommt einen Anbau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:47 08.06.2016
Von Saskia Döhner
Gemeinsame Mittagspause: In der neuen Mensa der Fichteschule schmeckt das Essen noch viel besser. Fotos Eberstein (4) Quelle: Jan Philipp Eberstein
Hainholz

Nach zwei Jahren Bauzeit steht neben der Grundschule an der Voltmerstraße ein schicker dunkelroter Anbau mit großen Fenstern. Das zweigeschossige 650 Quadratmeter umfassende Gebäude besteht aus einer großzügigen Mensa mit Küche und Trinkbrunnen. Rund 150 Kinder könnten hier täglich essen.

Dazu gibt es einen großen Raum für die Ganztagsbetreuung, vier Klassenzimmer mit einem weiteren angeschlossenen Raum, wohin sich kleinere Lerngruppen zurückziehen können. Differenzierungsraum heißt dies in der pädagogischen Fachsprache, für das Gelingen von Inklusion, also den gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne Handicap eigentlich eine Grundvoraussetzung. Mensa und Ganztagsbereich können mit wenigen Handgriffen leicht in eine Aula verwandelt werden. Bei Bedarf kann der Anbau im Erdgeschoss auch als Veranstaltungszentrum für den Stadtteil genutzt werden.

4 Millionen Euro hat die Stadt in den Anbau investiert. „Das ist ein echter Glücksfall für uns“, sagt Schulleiterin Cornelia Heimbucher. „Früher haben wir Differenzierung auf dem Flur machen müssen.“ Sie berichtet von begeisterten Rückmeldungen durch Kinder und Eltern: „Die sind richtig stolz auf ihre Schule.“ Der neue Trakt mit begrüntem Flachdach hat Flure mit Ecken, in denen sich Kinder lümmeln können, und einen neuen schönen Schulhof mit Klettergerüst und viel Platz zum Toben. Die zentrale Lüftungsanlage für die Aula wird über Wärmerückgewinnung betrieben. Die Toiletten auf beiden Ebenen sind behindertengerecht, im 61 Jahre alten Hauptgebäude ist ein neuer Glasschacht für den Fahrstuhl entstanden, zudem wurde auch gleich noch der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht. Das gesamte Gebäude ist jetzt barrierefrei erreichbar. Das hilft nicht nur Rollstuhlfahrern, sondern auch Eltern mit Kinderwagen, die die oberen Stockwerke erreichen wollen.

Rund 150 Schüler nehmen täglich an den Nachmittagsangeboten teil, die von den Johannitern als Kooperationspartner organisiert werden. Alles, was mit Sport oder Musik zu tun hat, ist besonders beliebt: „Unsere Kinder lieben Bewegung“, sagt Heimbucher.

Früher hat die Grundschule an drei Tagen über die Aktion Sonnenstrahl kostenlos Mittagessen angeboten, seitdem die Fichteschule Ganztagsschule ist, muss sie sich am städtischen Ganztagsprogramm beteiligen, das heißt, das Mittagessen kostet 2,80 Euro, wenn man keinen Zuschuss über das Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes bekommt. Für viele Eltern an der Fichteschule ist das zu teuer. Statt 150 Essen werden jetzt nur noch 40 bis 50 Portionen ausgegeben. Heimbucher hofft, bald wieder Essen auch kostenlos anbieten zu können. Am 21. Juni soll der neue Anbau, den das Architektenbüro PK Nord konzipiert hat, mit einer kleinen Feier in Betrieb genommen werden. Kommen will auch Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein 28-jähriger Insasse der Justizvollzugsanstalt (JVA) an der Schulenburger Landstraße steht im Verdacht, am Dienstag ein Feuer in seiner Zelle gelegt zu haben. Die Feuerwehr musste ausrücken, um den Brand löschen. Gegen den Häftlinge wurde ein Verfahren wegen versuchter Brandstiftung eingeleitet.

07.06.2016

Altautohändlern, die abgemeldete Autos illegal am Straßenrand parken, soll die Stadtverwaltung stärker zu Leibe rücken. Der Bezirksrat Nord hat jetzt einstimmig zwei entsprechende Anträge beschlossen.

Bärbel Hilbig 03.06.2016

Eigentlich sollen drei Gebäude der Umgestaltung der Schulenburger Landstraße weichen. Aber Eigentümer und Infra haben sich bisher nicht über einen Grundstücksverkauf geeinigt.

Bärbel Hilbig 01.06.2016