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Flüchtlingsheim wird Massivbau

Stadt weicht von Plänen ab Flüchtlingsheim wird Massivbau

Am Karl-König-Platz entsteht eine Wohnanlage für 160 Menschen – Leichtbauhallen sind nicht mehr geplant. Das Flüchtlingsheim entsteht in Festbauweise.

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Am Karl-König-Platz beginnt der Hochbau für das Flüchtlingsheim.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Das Flüchtlingswohnheim auf dem ehemaligen Gelände des VfV Hainholz entsteht entgegen ersten Planungen in Festbauweise. Die Stadt hatte zunächst eine Modulbauanlage angekündigt, ist davon aber abgerückt. „Wir haben die Ausschreibung bewusst geöffnet, um eine breitere Angebotspalette zu bekommen“, erklärt Stadtsprecher Alexis Demos. Statt Modulbauelementen aus Metall oder Holz verwenden die Bauarbeiter am Karl-König-Platz Fertigbauteile für einen Massivbau. Neben einem eingeschossigen Gemeinschaftshaus entstehen bis zu acht zwei- oder auch dreigeschossige Unterkünfte für maximal 160 Flüchtlinge.

Hochbau hat vor kurzem begonnen

Der Hochbau hat vor Kurzem begonnen. Die vorbereitenden Arbeiten auf dem Gelände laufen aber bereits seit einigen Wochen. Anwohner in der Helmkestraße hatten sich anfangs über massive Störungen durch Lärm und Dreck beschwert. Staub hatte sich immer wieder auf Häuser und geparkte Autos gelegt. Für Erdaufschüttungen und Bodenaustausch waren zahlreiche Lastwagen in der Wohnstraße unterwegs. Stadt und Baufirma hätten dann aber auf die Beschwerden reagiert, berichtet Anwohner und Bezirksratsherr Thomas Grote.

Neben der Baustelle hat die Stadt eine Fläche schottern und für den Bau von Leichtbauhallen vorbereiten lassen.Drei dieser schnell zu errichtenden Gebäude waren geplant. Die Stadt hat dieses Vorhaben aber auf Eis gelegt, da die Zahl der ankommenden Flüchtlinge seit geraumer Zeit deutlich gesunken ist.

Hainholz hat viele Zuwanderer

Bezirksbürgermeisterin Edeltraut Geschke zeigt sich erleichtert, dass diese Notunterkünfte für bis zu 400 Menschen verworfen wurden. In den vergangenen Jahren haben Stadt, Bürger und Politiker viel Arbeit in die Verbesserung der Lebensbedingungen in Hainholz gesteckt. Der Stadtteil mit einem hohen Anteil an Zuwanderern und armen Bürgern profitiert als Sanierungsgebiet Soziale Stadt von Verbesserungen. „Die Bürger haben sich eingebracht und viel erreicht. Es gibt natürlich die Sorge, dass das wieder kippt“, sagt Geschke.

Eine Infoveranstaltung zum neuen Flüchtlingswohnheim solle es nach der Kommunalwahl am 11. September geben, sagt die Bezirksbürgermeisterin.„Das sollten die machen, die in den nächsten fünf Jahren verantwortlich sind.“

Neue Wohnheime

In den Stadtbezirken Nord und Herrenhausen-Stöcken entstehen weitere bereits angekündigte Wohnanlagen für Flüchtlinge. Wie geplant, erweitert die Stadt den Standort in Vinnhorst an der Straße Alt-Vinnhorst.

Voraussichtlich Anfang September beginnen die vorbereitenden Arbeiten für die Anlage Alt-Vinnhorst II. Sie ist in Holzmodulbauweise geplant und besteht aus drei dreigeschossigen Gebäuden, die rund 140 Menschen Platz bieten sollen. Am Standort Mecklenheidestraße in Ledeburg starten bald die ersten Arbeiten. Dort werden drei zweigeschossige Gebäude in Modulbauweise aus Stahl errichtet, in denen rund 110 Menschen leben können. Für das Wohnprojekt Kreuzriede in Ledeburg baut die GBH 50 Wohnungen, von denen die Stadt die Hälfte zur Unterbringung von Flüchtlingen mietet. Die übrigen 25 Mietwohnungen bietet die GBH auf dem allgemeinen Wohnungsmarkt an. Im Heimatweg in Leinhausen läuft voraussichtlich bis zum Herbst der Bodenaushub. Geplant ist ein Holzmodulbau mit zwei dreigeschossigen Gebäuden. Die Anlage ist für rund 100 Personen ausgelegt.

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Hainholz in Zahlen
  • Stadtbezirk : Nord, 13. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 30.106
  • Einwohner je Stadtteil: Nordstadt (16.604 Einwohner), Hainholz (6.664 Einwohner), Vinnhorst (6.698 Einwohner) und Brink-Hafen (140 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 2.777 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30167, 30165, 30179
  • Markantes aus der Geschichte: Der Name Hainholz geht vermutlich auf eine vorchristliche Stätte zur Verehrung heidnischer Götter zurück. Das Dorf Heynholtz wird 1425 erstmals urkundlich erwähnt, seit 1891 ist es ein Stadtteil von Hannover. 
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