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Hainholz Kinder vom Burgweg schwänzen bis zu 90 Tage im Jahr
Hannover Aus den Stadtteilen Hainholz Kinder vom Burgweg schwänzen bis zu 90 Tage im Jahr
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08:25 05.12.2016
Von Bärbel Hilbig
In der Obdachlosenunterkunft im Burgweg leben große Familien. Die schulpflichtigen Kinder fehlen oft im Unterricht. Quelle: Moritz Küstner
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Hannover

Nur die Unterkunft im Burgweg 13 liegt in Hainholz und damit im Beritt des Bezirksrats Nord. In den Containerbauten mit dieser Adresse leben 21 schulpflichtige Kinder im Alter von sechs bis 17 Jahren. Für die rund 15 Grundschüler ist die Fichteschule zuständig. Doch zu den Fehlzeiten dieser Kinder konnte die Verwaltung keine Angaben machen. Auch zur Regelmäßigkeit des Schulbesuchs der Kinder und Jugendlichen, die auf weiterführende Schulen gehen, gab es keine Informationen.

„Einen Anhaltspunkt kann aber die Lage an der Grundschule Wendlandstraße liefern“, sagt Stadtbezirksmanagerin Astrid Schepers. In diese Schule gehen rund 20 Kinder, die in der Unterkunft im Gebäude der ehemaligen Paul-Dohrmann-Schule im Burgweg 5 leben. Im Durchschnitt kommen diese Schüler an 60 Tagen im Schuljahr nicht in die Schule. „Das bedeutet, dass manche Kinder an 30 Tagen fehlen, andere an 90 Tagen im Jahr“, erläutert Stadtbezirksmanagerin Astrid Schepers. Insgesamt wohnen in der ehemaligen Paul-Dohrmann-Schule, die zum Stadtbezirk Herrenhausen-Stöcken gehört, 33 schulpflichtige Kinder im Alter von sechs bis 17 Jahren.

CDU-Fraktionschefin Angelika Jagemann, die mit ihrer Anfrage ausdrücklich Informationen über die Unterkunft im Hainhölzer Teil des Burgwegs eingefordert hatte, zeigt sich unzufrieden. Sie verlangt Informationen über die schulpflichtigen Kinder im Burgweg 13. Die Stadtverwaltung solle in der Fichteschule und der Integrierten Gesamtschule Büssingweg nachfragen, betont Jagemann. „Die Mitarbeiter sagen, dass sie nicht wissen, welche weiterführenden Schulen die Kinder besuchen“, erläutert Schepers.

Bezirksbürgermeisterin Edeltraut Geschke kündigt an, dass der Bezirksrat sich insgesamt mit der Situation in der Unterkunft beschäftigen will. „Wir müssen da noch etliche Felder aufmachen.“ In den vergangenen Wochen haben sich zunehmend Anlieger über die mangelnde Integration der rumänischen Familien beklagt. Als EU-Bürger können sie sich seit 2013 in Deutschland aufhalten. Finden sie keine Bleibe, sind die Kommunen für ihre Unterbringung verantwortlich.

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