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Hainholz Geständnisse im Prozess um Marihuana-Riesendeal
Hannover Aus den Stadtteilen Hainholz Geständnisse im Prozess um Marihuana-Riesendeal
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02:15 11.05.2017
Von Michael Zgoll
Quelle: Kristoffer Finn
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Hannover

Im Prozess um die acht Zentner Marihuana, die aus Albanien stammen und die die Polizei im September 2016 in einer Hainhölzer Lagerhalle beschlagnahmt hatte, haben am Montag am Landgericht alle sieben Angeklagten Geständnisse abgelegt.

Angeklagte spielen Rollen herunter

Die Frage ist, was die Erklärungen ihrer jeweiligen Verteidiger wert sind. Denn als Drahtzieher will keiner der Männer gelten, die Pässe aus Montenegro, Albanien, Australien und Deutschland besitzen. Auch die drei mutmaßlichen Haupttäter Damir M. (35), Fabian S. (37) und Gentin M. (34) spielten ihre Rolle eher herunter.

Anwalt Dirk Schoenian erklärte für seinen Mandanten Damir M., dieser habe in der Halle am Rande der Voltmerstraße eine Autowerkstatt und einen Boxtrainingsraum eingerichtet. Außerdem habe er im elterlichen Gebäudereinigungsbetrieb gearbeitet und in der Jakobistraße ein Uhrengeschäft geführt. Drogensüchtig und hochverschuldet habe sich M. dann auf das große Marihuanageschäft eingelassen, allerdings von den 400 Kilogramm selbst nur 20 Kilo abnehmen wollen. Kontakt zu den Hintermännern in Albanien habe M. nicht gehabt. Er sei auch nicht maßgeblich an der Organisation des Drogengeschäfts beteiligt gewesen.

Auch Fabian S. und Gentin M. gestanden über ihre Anwälte, an diesem Rauschmittelimport beteiligt gewesen zu sein. Aber auch sie offenbarten kaum etwas über Hintergründe und Hintermänner. Tausende von Chat-Protokollen, die die Ermittler im Zuge einer monatelangen Telefonüberwachung sammelten, werden hier sicher noch manche Erinnerungslücke schließen. Am Dienstag möchte die 3. Große Strafkammer die sieben Angeklagten persönlich befragen.

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