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Hainholz Mehr Grün für die Schulenburger
Hannover Aus den Stadtteilen Hainholz Mehr Grün für die Schulenburger
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00:15 30.04.2016
Von Bärbel Hilbig
Die beiden Häuser rechts im Bild sollen den Straßenumbau weichen.Foto: Franson Quelle: Samantha Franson
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Hainholz

Hainholz. Die Arbeiten für die beiden neuen Hochbahnsteige Krepenstraße sind noch nicht abgeschlossen, da kündigt sich schon die nächste Baustelle auf der Schulenburger Landstraße an: Stadt und Region wollen die wichtige Ausfallstraße auf einem 350 Meter langen Abschnitt zwischen Sorststraße und Hainhölzer Markt grundlegend umgestalten und ausbauen. Die Stadtbahn bekommt einen eigenen Gleiskörper, die Gleise sind dabei in Rasen eingebettet. 36 neu gepflanzte Bäume sollen den Fahrbahnverlauf akzentuieren und den Straßenzug besonders für Fußgänger und Radfahrer attraktiver machen. Zwei alte Bäume werden dafür gefällt. Fahrbahnen, Rad- und Fußwege werden neu geordnet. Die Baukosten sind mit 6,5 Millionen Euro veranschlagt, von denen die Stadt etwa 960 000 Euro trägt.

„Die Straße ist baulich in diesem Abschnitt in einem sehr schlechten Zustand und überwiegend abgängig. Wir wollen auch vernünftig breite Radwege schaffen“, erläutert Kai Kaminski, stellvertretender Leiter Planen und Bauen im Fachbereich Tiefbau. Täglich passieren rund 18 000 Fahrzeuge die Schulenburger Landstraße. Deckschicht und Aufbau der Fahrbahnen genügen nach Einschätzung der Stadt nicht mehr den Anforderungen an die Tragfähigkeit. Stadtauswärts gibt es bisher nur einen kombinierten Fuß- und Radweg. Die Breite dieser Nebenanlagen variiert zwischen 4,60 und 17 Metern, der Zustand der Wege ist schlecht.

Geplant ist nun ein Gleiskörper mit 7,35 Metern Breite. Die rechts und links davon angeordneten Richtungsfahrbahnen werden sechs Meter breit. In einigen Abschnitten soll Parken am Fahrbahnrand zugelassen werden. Auf jeder Seite sind 2,20 Meter breite Grünstreifen, zwei Meter breite Radwege und 2,80 Meter breite Gehwege vorgesehen. Für den üppigen Umbau sollen drei Häuser an der Schulenburger Landstraße 93 bis 97 weichen. Dabei handelt es sich um ein mehrstöckiges Wohnhaus und zwei niedrigere Nachbargebäude. Die Infrastrukturgesellschaft der Region (Infra), bemüht sich um den Kauf der Gebäude.

Die Chamissostraße erhält eine Aufpflasterung. Autofahrer können wegen des speziellen Gleiskörpers, der im Normalfall nicht überquerbar ist, nur noch nach rechts in diese Seitenstraße einbiegen. „Rettungsfahrzeuge aus Richtung Norden kommen dann also nicht mehr in die Chamissostraße“, kritisiert Thomas Klapproth (CDU) im Bezirksrat Nord. Kaminski betont, dass die Planungen mit allen zuständigen Fachabteilungen abgestimmt sind. „Es besteht die Möglichkeit, den Gleiskörper zu umfahren.“ Bernd Huneke (CDU) befürchtet Staus, wenn Fahrzeuge am Straßenrand einparken. Kaminski versichert, dass auch an den Stellen mit Parkstreifen noch 3,50 Meter Fahrbahnbreite bleiben. „Das ist komfortabel.“ Lastwagen können das Gelände der Firma Holz Barsch bereits jetzt nur in Richtung Innenstadt verlassen. Bisher überfährt jedoch mancher Fahrer die Gleise und biegt regelwidrig gleich nach links stadtauswärts ab. Das wird zukünftig durch das separate Gleisbett der Stadtbahn vollends nicht mehr möglich sein. SPD und Grüne haben deshalb bei der Stadt beantragt, eine Zuwegung zum Firmengelände über die Straße Rehagen zu schaffen. Der Antrag wurde mehrheitlich gegen die Stimmen der CDU-Fraktion angenommen. Die Fraktion lehnt als einzige auch die Gesamtplanung ab.

Zeitplan: Nach den bisherigen Planungen startet der vorbereitende Leitungsbau kommendes Jahr. Die eigentlichen Gleis- und Straßenbauarbeiten laufen im Jahr 2018. Der Hochbahnsteig Krepenstraße wird nach Auskunft der Infra in diesem Sommer fertiggestellt.

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