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Hainholz Stadt saniert Hainhölzer Bad für 1,1 Millionen Euro
Hannover Aus den Stadtteilen Hainholz Stadt saniert Hainhölzer Bad für 1,1 Millionen Euro
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00:15 29.03.2017
Von Bärbel Hilbig
Das Naturbad Hainholz ist auf Grund technischer Probleme weiterhin geschlossen. Quelle: Alexander Körner
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Hannover

Bereits seit Ende 2012 läuft ein Rechtsstreit zwischen der Stadt und dem verantwortlichen Planer des Hainhölzer Bads. Die Stadt klagt auf Schadensersatz, weil die Wasseraufbereitungsanlage des Naturbads von Beginn an unterdimensioniert war.

Lange Geschichte voller Pannen

Der Rat der Stadt Hannover beschloss 2005, das Freibad in Hainholz in ein Naturbad umzuwandeln. Im Mai 2008 wurde es eröffnet und im ersten Jahr von der Stadt betrieben. Danach übernahm die Genossenschaft Naturbad Hainholz UG mit Gesellschaftern aus dem Stadtteil den Betrieb. Im November 2009 zerstörte ein Brand die Gaststätte. Im Sommer 2010 verschlechterte sich die Wasserwerte so stark, dass die Freibadesaison vorzeitig abgebrochen werden musste. Die Konzentration von Kolibakterien war zu hoch. Die Genossenschaft gab den Betrieb angesichts der Probleme aus wirtschaftlichen Gründen Ende 2010 an die Stadt zurück. Die Stadt erhob Klage gegen den Badplaner. Im Sommer 2016 blieb das Naturbad wegen einer Havarie der Umwälzpumpen geschlossen.

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Ein einfacher Umbau der Wasseraufbereitung sei angesichts der Probleme nicht möglich, erläuterte Heiko Zapke vom städtischen Fachbereich Sport und Bäder jüngst im Bezirksrat Nord. Durch die mangelnde Leistungfähigkeit der Anlage kann sie nicht genügend Keime abtöten. Im vergangenen Jahr blieb das Bad während der gesamten Saison geschlossen. Die damals aufgetretene Panne, ein Defekt der Umwälzpumpen, ist nach Angaben der Stadt zwar behoben, das Risiko des Komplettausfalls werde jedoch mit jedem Jahr größer.

Im Bezirksrat Nord finden die Pläne ein überwiegend positives Echo. „Es ist gut, dass eine neue Anlage reinkommt, damit das Bad dann läuft und die Menschen baden können“, urteilt CDU-Ratsherr Thomas Klapproth. Er bemängelt aber, dass die Hainhölzer in der ausgefallenen Saison 2016 das Bad nicht zumindest als Park nutzen konnten. Im Winter wird ein Teil des Geländes regelmäßig für die Bevölkerung geöffnet. „Wir freuen uns riesig, wenn das Bad dieses Jahr öffnet und in den nächsten Jahren stabil läuft“, betont Grünen-Fraktionschef Stefan Winter.

Oliver Förste (Die Partei) gibt zu bedenken, dass die Sanierungskosten sehr hoch sind. „Um wie viel Einnahmen aus dem Rechtsstreit geht es denn?“ Darauf geht Zapke nicht direkt ein. „Zurzeit sieht es so aus, als ob der Rechtsstreit positiv für die Stadt ausfallen könnte. Aber leider ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen.“

In diesem Sommer will die Stadt das Bad noch einmal mit der alten Anlage betreiben. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits. Direkt nach dieser Saison soll die Sanierung starten. Der Baubeginn ist bereits für Ende August terminiert. „Wir wollen die Arbeiten größtenteils vor der Frostperiode hinter uns bringen“, erläutert Zapke. Ob eine rechtzeitige Öffnung 2018 denn garantiert werden könne, fragt Kerstin Bergen (CDU) nach. Ein Zeitpuffer sei eingeplant, versichert Zapke. „Wir haben große Hoffnung, dass wir 2018 normal in die Saison starten können.“

Vergangenes Jahr war der Wunsch aufgekommen, die tägliche Öffnungszeit zu verlängern und auch die Saison auszuweiten, erinnert Winter. „Ist das geprüft worden?“ Darauf gab es jetzt keine Antwort.

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