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Hainholz Stadt bleibt bei Teilsperrung des Radwegs
Hannover Aus den Stadtteilen Hainholz Stadt bleibt bei Teilsperrung des Radwegs
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00:15 05.11.2017
Von Bärbel Hilbig
Kurz vor der Grundschule Fichtestraße ist der Radweg mit gelben Kreuzen bemalt und damit gesperrt. Quelle: Samantha Franson
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Hainholz

Alle Bemühungen waren erfolglos: Obwohl zahlreiche Bürger sich für den Radweg in der Voltmerstraße eingesetzt haben, schickt die Stadtverwaltung Radfahrer auf die Fahrbahn.

„Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich sehe Gefahr für die Leute, die sich mit ihrem Rad auf der schmalen Fahrbahn zwischen Lastwagen bewegen müssen“, kritisiert Jens-Erik Narten, Sprecher des Stadtteilforums Hainholz. Dort und auch im Bezirksrat Nord haben sich seit Mitte 2016 immer wieder Hainhölzer über die Neuregelung beschwert. Der Bezirksrat Nord hat deshalb in zwei Anträgen gefordert, die ursprüngliche Situation wiederherzustellen. Offenbar vergeblich.

Dabei war der Radweg in der Voltmerstraße in tadellosem Zustand. Radler durften den breiten und gut ausgebauten Weg in beiden Richtungen befahren und nutzten diese Möglichkeit auch gerne. Die Stadtverwaltung startete allerdings im Sommer 2016 ohne Vorinformation einen Verkehrsversuch, mit dem sie die Radfahrer auf die Straße schicken wollte. Auf den Radweg gemalte gelbe Kreuze sollten signalisieren, dass er gesperrt ist. Viele verstanden die Bedeutung dieser Markierung zunächst nicht und setzten sich dann darüber hinweg.

Weg vor Schule zurückgebaut

„Dieser lange Radweg ist total wichtig für den Stadtteil. Er wird stark genutzt und bietet Kindern und Erwachsenen Sicherheit“, argumentierte damals eine Anliegerin. Nach heftigen Protesten nahm die Verwaltung diese erste Regelung zurück, allerdings nur zum Teil. Stadtauswärts dürfen Radler erst nach der Grundschule Fichtestraße auf den Radweg, stadteinwärts sollen sie komplett die Straße nutzen.

Inzwischen hat die Stadt das noch vorhandene Teilstück des Radwegs direkt vor der Grundschule bei ohnehin anstehenden Pflasterarbeiten zurückbauen lassen und dabei auch die Bordsteinabsenkungen verändert.

Anlass für die ganzen Veränderungen war nach Auskunft der Stadt ursprünglich ein Unfall. Manche stadteinwärts fahrende Radler schwenkten an der Stelle, wo der Radweg endete, nicht auf die Fahrbahn, sondern fuhren auf dem Bürgersteig weiter. In Höhe des Familienzentrums soll so ein Radfahrer ein Kind angefahren haben. In der offiziellen Begründung heißt es jetzt, „nach heutigen Erkenntnissen“ sei es grundsätzlich nicht gefährlich, wenn Radfahrer sich auf der Fahrbahn im fließenden Verkehr bewegen.

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