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Aus den Stadtteilen Autohaus soll Wohngebiet weichen
Hannover Aus den Stadtteilen Autohaus soll Wohngebiet weichen
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00:18 18.05.2018
Das Architekturbüro Sabo hat das Bauvorhaben schon einmal visualisiert. Quelle: bauwo
Anderten

 Seit mehr als sechzig Jahren steht an der Lehrter Straße zwischen Gollstraße und der Straße An der Schleuse das Autohaus Heyna. Jetzt dürfte die Geschichte des Familienbetriebes an dieser Stelle zu Ende gehen, denn der Investor Bauwo will das Grundstück frei räumen und dort ein Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 53 Wohnungen errichten. Die Bauverwaltung hat im Bezirksrat Misburg-Anderten entsprechende Pläne vorgestellt. Dem Antrag, die notwendige Änderung des Bebauungsplans in die Wege zu leiten, stimmte die Politik einstimmig zu.

„Wir wollen in gut einem Jahr mit dem Bau beginnen“, sagt Bauwo-Geschäftsführer Bernd Rathenow. Der Investor hat durch das Architekturbüro Sabo eine städtebauliche und architektonische Studie anfertigen lassen. Sie sieht für das langgezogene Grundstück an der Ecke zur Gollstraße ein viergeschossiges Gebäude mit zusätzlichem Staffelgeschoss vor, in das im Erdgeschoss auch Geschäfte einziehen sollen. Entlang der Lehrter Straße plant die Bauwo vier weitere dreigeschossige Gebäude, im hinteren Bereich Reihenhäuser.

Vorgesehen ist, dass die Häuser dunkle Klinkerfassaden erhalten. „Ziel des Vorhabens ist ein attraktives Wohnquartier, dass zur Aufwertung des Ortsbildes am Ortseingang von Anderten beiträgt“, erläuterte Stadtplaner Johannes Bernhardt. Vorher muss noch untersucht werden, was sich so alles im Boden des fast komplett versiegelten Geländes befindet. Zum Schallschutz für die künftigen Mieter würde eine 1,80 Meter hohe Mauer zur Lehrter Straße errichtet.

Von den 53 Mietwohnungen sollen 21 gefördert und damit zu günstigen Mietpreisen auf den Markt kommen. Als Parkmöglichkeiten sind 36 Stellplätze in einer Tiefgarage und weitere 13 zu ebener Erde vorgesehen. Das sind insgesamt weniger als einer pro Wohnung, was im Bezirksrat zu einer von André Becker (CDU) angezettelten Debatte führte. „Es fehlen Parkplätze für Besucher“, monierte der Christdemokrat. Stadtplaner Bernhardt und einige Politiker verwiesen auf die nahegelegene Stadtbahnhaltestelle. Bezirksbürgermeister Klaus Dickneite (SPD) hielt Becker entgegen, er „kenne keinen Ort, wo nach dem Motto Wohnungen gebaut werden, wieviele Besucher zu erwarten sind.“

Ob es das Autohaus Heyna künftig noch geben wird, ist derzeit eher fraglich. „Wir äußern uns dazu erst, wenn das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen ist“, sagt Timo Heyna, der gemeinsam mit seinem Bruder Thorsten den Betrieb mit den Marken Opel, Kia und Suzuki führt. 

Planungen auch für Misburg

An der Huberstraße in Misburg sind ebenfalls Wohnungen geplant. Die Genossenschaft Kleefeld-Buchholz plant in der Nähe des Mittellandkanals zwei Dreigeschosser mit 26 Wohnungen. Hier ist das Verfahren schon weiter gediehen, der Bebauungsplan wird demnächst öffentlich ausgelegt. 

Von Bernd Haase

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