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Heideviertel 78 neue Wohnungen für Pendler geplant
Hannover Aus den Stadtteilen Heideviertel 78 neue Wohnungen für Pendler geplant
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00:15 08.01.2017
Von Gabi Stief
Die Fläche zwischen S-Bahn-Station Karl-Wiechert-Allee und Schneverdinger Weg soll bebaut werden. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Was ist ein guter Kompromiss? Wenn nur 114 statt 300 Wohnungen gebaut werden? Wenn der Neubau in der Nachbarschaft nur drei statt sieben Geschosse hat? Lange wurde über die geplante Bebauung des rund 13.000 Quadratmeter großen Grundstücks zwischen der S-Bahn-Station Karl-Wiechert-Allee und dem Schneverdinger Weg diskutiert. Weil die Nachbarn, Eigentümer hübscher Doppelhaushälften, gegen Bürohäuser und Apartment-Hochhäuser protestierten, wurde ein Runder Tisch organisiert.

Kleiner Wald entstanden

In der Zwischenzeit wuchs auf dem Gelände ein kleiner Wald, in dem bereits Rotfuchs, Mönchsgrasmücke und Nachtigall gesichtet wurden. Doch die Tage des Grünstreifens sind gezählt. Denn der Investor kommt den Kritikern nun deutlich entgegen – und weiß damit die Mehrheit der Kommunalpolitiker im Bezirksrat hinter sich.

Der Baukonzern Hochtief plant nur noch zwei Apartmenthäuser an der Karl-Wiechert-Allee mit Tiefgarage und 78 sogenannten Mikro-wohnungen, die die GBH als möblierte Zweitwohnungen für Berufspendler und Zeitarbeiter der MHH und von Unternehmen vermarkten will. Zusätzlich im Paket: sechs größere Wohnungen, 16 Maisonette-wohnungen und 14 zweigeschossige Doppelhaushälften. „In unserem Team gilt das als mustergültige Annäherung an Ihre Wünsche“, warb Projektentwickler Dirk Felsmann in der jüngsten Bezirksratssitzung.

CDU und SPD sehen das ähnlich. CDU-Fraktionschef Maximilian Oppelt spricht von einer Planung mit Augenmaß und guter Bürgerbeteiligung. Hans Behrendt von der SPD hält die Einwände von Umweltverbänden zudem für nicht so schwerwiegend, da der Wald ja erst durch die jahrelange Verwilderung und fehlende Bebauung entstanden ist.

Linke und Piraten gegen Neubau

Nach wie vor kritisch sehen dagegen Linke und Piraten das Projekt. Christopher Carlson (Piraten) scheiterte im Bezirksrat mit seinem Antrag, das Grundstück als Naturschutzgebiet zu erhalten. Karsten Plotzki (Linke) gab zu Protokoll, dass „gewaltig an der Lebensqualität im Heideviertel gesägt“ werde. Eine „grüne Oase“ verschwinde, und einen möglichen Mietpreis von 10 Euro pro Quadratmeter für die Zwei-Raum-Apartments könne sich kein Student leisten.

An der Berufsbildenden Schule 14 im Heideviertel erleben derzeit 15 Austauschschüler aus Polen eine Art Schnellkursus in Willkommenskultur. Ob beim Teetrinken in der Moschee oder in der Sprachlernklasse, wo die Flüchtlinge berichten, wie sie nach Deutschland gekommen sind. 

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