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Herrenhausen Bezirksrat verleiht Integrationspreis
Hannover Aus den Stadtteilen Herrenhausen Bezirksrat verleiht Integrationspreis
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11:49 21.12.2016
Engagiert: Die AG Ehrenamt und ihre hauptamtliche Mitarbeiterin Ute Kampmann (fünfte von rechts). Quelle: Mario Moers
Hannover

„Hier wird etwas getan, was wir eigentlich alle mal tun müssten.“ In seinem Grußwort an die Preisträger des jährlich verliehenen Integrationspreises, drückte Kulturdezernent Harald Härke seine aufrichtige Anerkennung für die Preisträger aus.

AG Ehrenamt hilft Flüchtlingen

Auch Ute Kampmann ist Feuer und Flamme, wenn sie von den Projekten der AG Ehrenamt erzählt. Neben der AG Kleiderkammer und der AG Sport ist die Gruppe ein zentraler Baustein der Willkommenskultur im Stadtbezirk. Ute Kampmann selbst gibt Deutschkurse im ehemaligen Schützenhaus in der Dorotheenstraße. Seit diesem Jahr koordiniert sie außerdem als erste hauptamtliche Mitarbeiterin die vielen Projekte des Unterstützernetzwerks im Stadtbezirk. Die Anstellung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die aus einer Graswurzelbewegung entstandene Flüchtlingshilfe vor Ort langfristig zu etablieren und zu professionalisieren. „Nach der ersten Phase geht es jetzt darum, die Potenziale der Geflüchteten zu fördern“, erklärt Kampmann einen Wandel der Unterstützerarbeit. Im kommenden Jahr plant man deshalb, einen „Potenzialepool“ und Expertenforen einzurichten. Nach dem ersten Ankommen geht es nun vermehrt darum, den Geflüchteten auch berufliche und gesellschaftliche Perspektiven zu verschaffen. „Die Menschen, die schon länger hier sind, wollen etwas tun“, weiß Kampmann. Stellvertretend für die vielen Helfer im Stadtbezirk nahm sie den Integrationspreis 2016 von der Vorsitzenden des Integrationsbeirats, Hildegard Thimm, entgegen. Die feierliche Verleihung nutzte Kampmann für einen Appell an die Bürger im Stadtbezirk. „Wir brauchen dringend Leute“, wendet sie sich an die Öffentlichkeit. „Das nächste Treffen der AG Ehrenamt findet am Sonntag, 15. Januar, um 15 Uhr im Nachbarschaftstreff Schützenhaus in der Dorotheenstraße 9 statt.

Janusz K. - Theater im Exil

Ihr Repertoire ist anspruchsvoll, die Schauspieler stammen aus vielen Nationen. Seit 1999 gibt es die Amateurtheatertruppe Janusz K. im Stadtbezirk. Eigentlich beheimatet im Freizeitheim, probt die 25-köpfige Gruppe derzeit im Exil: in der Stadtbibliothek und in Räumen der jüdischen Gemeinde in Stöcken. Der ukrainischstämmige Regisseur Yuriy Volison, heute 67, hat das Theater gegründet und ist auch heute noch als Leiter aktiv. Zu den aktiven Mitgliedern zählen neben Ukrainern auch russischstämmige und deutsche Hobby-Schauspieler. Bereits mehrfach mit Theaterpreisen geehrt, wurde die Gruppe für ihre Integrationsarbeit ausgezeichnet. Eine neue Premiere ist 2017 geplant.

Von Mario Moers

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