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Herrenhausen Ein paar Trinker sind noch keine Szene
Hannover Aus den Stadtteilen Herrenhausen Ein paar Trinker sind noch keine Szene
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00:15 02.10.2016
Trinker auf dem Herrenhäuser Markt beschäftigen den Bezirksrat alle Jahre wieder. Polizeihauptkommissar Alfred Brettschneider von der Polizei in Stöcken rät, den Notruf 110 anzurufen, wenn es auf dem Marktplatz Ärger gibt. Quelle: Moers
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Hannover

Die SPD-Fraktion hatte sich jüngst nach einem Lagebericht bezüglich des Alkoholkonsums auf dem Stadtplatz erkundigt. Der Anlass: eine vermeintlich wachsende „Trinkerszene“. Diese soll nicht nur dazu tendieren, sich lautstark zu verhalten, es sei auch zu Pöbeleien gegenüber Einkäufern gekommen. SPD-Bezirksrätin Hildegard Thimm schilderte in der August-Sitzung des Bezirksrats ein persönliches Erlebnis. Demnach habe man sie auf dem Platz zuerst zum Mittrinken aufgefordert. Als sie dies ablehnte, sei sie auf unflätige Weise beschimpft worden.

„Bei der Polizei sind solche Fälle nicht aktenkundig“, erklärte Stadtbezirksmanagerin Rita Heitsch die Einschätzung der Stadt. Auch den Betreibern des ansässigen Edeka-Supermarkts und der Firma Rossmann sei nicht bekannt, dass Kunden belästigt wurden. „Nach Auffassung der Stadt gibt es auf dem Herrenhäuser Markt derzeit keine ,Trinkerszene‘“, so die Stadtvertreterin. Was es gibt, seien kleinere Gruppen von Alkohol konsumierenden Menschen. Dazu kämen in den Abendstunden vereinzelte Personen, die dort ihr „Feierabendbier“ trinken. Die letzte polizeibekannte Ruhestörung ließe sich zurückführen auf eine Clique Jugendlicher. Diese wolle man künftig genau im Blick behalten. Anlass für Maßnahmen gegen die „Trinkerszene“ gibt es aus Sicht der Verwaltung aktuell keine. Man will die Situation weiter beobachten.

Trinker geraten in den Fokus

Alkohol trinkende Menschen auf dem Herrenhäuser Markt geraten alle Jahre wieder in den Fokus. Im vergangenen Jahr führten Beschwerden von Anwohnern dazu, dass der Interessenkreis Herrenhäuser Geschäftsleute eine gestiftete Sitzbank wieder demontierte. Nachbarn störte es, dass sie auch für Trinkgelage genutzt wurde. 2007 bis 2009 untersuchten Mitarbeiter des Karl-Lemmermann-Hauses, einer Einrichtung für sozialbetreutes Wohnen, die Situation am Platz. Ihre Einschätzung lautete schon damals ähnlich wie die der Stadt heute. „Die Beobachtungen zeigten, dass die Störungen ein weit geringeres Ausmaß hatten, als von den Beschwerdeführern subjektiv wahrgenommen“, so das Resümee der Experten.

Holger Diener, der Vorsitzende der SPD im Bezirksrat, kritisierte die aus seiner Sicht verharmlosende Sicht der Stadt. „Die Leute sind dort nicht mehr so tolerant“, bemerkte er, auch im Hinblick auf den bevorstehenden Einzug der neuen Mieter in den „Forum 2.0“-Neubau. „Ich denke, man kann da sehr wohl eingreifen. Man sollte es nicht so weit kommen lassen wie am Raschplatz“, so Diener.

Alfred Brettschneider, Kriminalhauptkommissar bei der Polizei in Stöcken, riet allen Besuchern des Markts, Ordnungswidrigkeiten sofort an den Polizeinotruf 110 zu melden. „Unordnungszustände werden wir nicht tolerieren“, so Brettschneider.

Von Mario Moers

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