Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 16 ° Gewitter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Hillebrand-Orgel soll erweitert werden

Herrenhausen Hillebrand-Orgel soll erweitert werden

Die Hillebrand-Orgel der Herrenhäuser Kirche erklingt seit 1967 - ihre Vorgängerin wurde im Krieg zerstört. Zum 50. Geburtstag soll sie nun nicht nur restauriert sondern auch erweitert werden. Damit soll die Orgel an das Klangrepertoire ihrer Vorgängerin herankommen.

Voriger Artikel
Die Herrenhäuser Gärten leuchten wieder
Nächster Artikel
Unzufriedenheit mit neuem Standort des Bücherschranks

Pastor Olaf Koeritz freut sich auf die erneuerte Orgel.

Quelle: Tomma Petersen

Hannover. Sie hat knapp 3000 Pfeifen und wird in diesem Jahr ein halbes Jahrhundert alt. Die Hillebrand-Orgel der Herrenhäuser Kirche klingt seit dem 16. April 1967 in den Ohren der Kirchgänger. „Die erste Orgel hat den Zweiten Weltkrieg nicht überdauert“, erklärt Kantor Martin Ehlbeck. Einige der über ein Jahrhundert alten Pfeifen seien allerdings in der Hillebrand-Orgel, die die Gemeinde nunmehr begleitet, verbaut.

Pünktlich zum 50. Jahrestag soll die Orgel jetzt erweitert werden. „Sie muss dringend renoviert werden, bei dieser Gelegenheit möchten wir sie um einige Töne ergänzen“, erzählt Kantor Ehlbeck. Die Orgel mit den auffälligen Kupferpfeifen hat nicht nur eine Reinigung nötig, sie soll an das Klangrepertoire ihrer Vorgängerin von 1906 herankommen. Die Hillebrand-Orgel sei ein gutes Instrument. „Jeder Organist weiß, dass man sich an ein Instrument erst gewöhnen muss. Hier ist das allerdings ganz anders, die Orgel spielt sich einfach gut“, berichtet Kantor Ehlbeck.

Es fehlten zwischen den ein Zentimeter bis fünf Meter hohen Pfeifen aber die leisen und gefühlvollen Klänge der Vorgängerin. „Es ist schwer in Worte zu fassen, um was es geht“, sagt Pastor Olaf Koeritz. Die romantische Klangfarbe würde mithilfe eines neuen Schwellwerks erweitert werden. „Das kann man sich ähnlich vorstellen wie einen sehr dicken Schrank, dessen Holzwände mit Sand gefüllt sind“, erklärt Kantor Ehlbeck. Mit dem rechten Fuß würde man beim Spielen eine Tür des Schwellkörpers öffnen können, „und das hat eine überwältigende Wirkung“, fügt Pastor Koeritz hinzu, der bereits ein kleines Modell der Orgel und des neuen Schwellkörpers in den Händen hält.

Die Register mit 450 Pfeifen sollen hinter der Orgel eingebaut werden. Insgesamt kosten die Renovierung und der neue Schwellkasten 156 000 Euro. Ein Teil davon müsse durch Spenden und Orgelpatenschaften - bei denen man Einzelpfeifen, Dreiklänge oder ganze Register sponsern kann - zusammenkommen. „Irgendwann wird man nun einmal 50, und ein zusätzliches Schwellwerk ist doch ein schönes Geschenk“, sagt Pastor Koeritz.

Von Tomma Petersen

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Herrenhausen
So schön ist Hannover-Herrenhausen
Herrenhausen in Zahlen
  • Stadtbezirk : Herrenhausen-Stöcken, 12. Stadtbezirk in Hannover 
  • Stadtteile: Burg, Herrenhausen, Ledeburg, Leinhausen, Marienwerder, Nordhafen und Stöcken
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 34.664 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Burg (3.725), Herrenhausen (7.660), Ledeburg (5.797), Leinhausen (2.918), Marienwerder (2.461), Nordhafen (128) und Stöcken (11.975)
  • Bevölkerungsdichte : 1.641 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30419
  • Geschichte: Der Name des Stadtteils setzte sich ab 1666 durch, er wurde gebildet in Anlehnung an die Sommerresidenz der Welfen, das Schloss Herrenhausen. 1725 wurde der Vertrag von Herrenhausen geschlossen, der die Hohenzollern und die Welfen aneinanderbinden sollte. 1891 wurde die Gemeinde Herrenhausen nach Hannover eingemeindet.
Hannover – vom Heißluftballon aus gesehen

Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.