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Hochbahnsteig ist fertig, der Ärger bleibt

Herrenhausen Hochbahnsteig ist fertig, der Ärger bleibt

Von den Nachbarn kam am Freitag niemand zur festlichen Eröffnung des neuen Hochbahnsteigs an der Schaumburgstraße. Zu tief sitzt scheinbar noch immer der Ärger über die Baustellenplaner der Stadt und der Infrastrukturgesellschaft der Region.

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Herrenhausen. „Herzlicher Dank gilt allen Anwohnern, die den Lärm und die Verkehrseinschränkungen ertragen haben“, wandte sich Regionspräsident Hauke Jagau dennoch an alle, die während der achtmonatigen Bauzeit teilweise lange Ampel-Wartezeiten, Teil- und Vollsperrungen in Kauf nehmen mussten. Seit Freitag fließt der Verkehr am Großen Garten nun wieder ohne jegliche Einschränkung durch die Herrenhäuser Straße. Mit der Fertigstellung der 3,3 Millionen Euro teuren Stadtbahnhaltestelle ist die barrierefreie Nachrüstung der gesamten Linie 4 zwischen Garbsen und Roderbruch abgeschlossen. Alle 33 Stationen sind nun stufenlos erreichbar. Das ermöglicht der Üstra, auf der Strecke künftig auch die modernen Züge des Typs TW 3000 einzusetzen. Die neue Haltestelle erleichtert somit besonders beeinträchtigten Fahrgästen das Bahnfahren. Bärbel Cruickshank, Rollstuhlfahrerin aus dem benachbarten Vinnhorst, begrüßt den Ausbau. „Bisher musste ich manchmal mehrere Bahnen abwarten, bis eine mit einem behindertengerechten Einstieg dabei war. Den stufenlosen Einstieg finde ich deshalb super“, sagt sie. Von dem neuen Komfort profitieren auch Fußgänger. Stadteinwärts verfügt der Bahnsteig neben den beiden Aufgängen an den Enden über zwei zusätzliche Treppen in der Mitte. Die Straßenebene ist so aus jedem Waggon ohne Umweg zu erreichen. Praktisch sind auch die zusätzlichen Fahrradbügel an mehreren Stellen entlang der Herrenhäuser Straße.

Noch vorhandene Baustellenampeln und die Ersatzhaltestelle an der Einmündung zum Astrid-Lindgren-Weg werden in den kommenden Tagen abgebaut. „Der Bau wurde völlig termingerecht fertig“, zieht Stefan Harcke, Geschäftsführer der Infrastruktur- gesellschaft Region Hannover, ein Resümee zur Eröffnung. Schlossküchen-Gastronom Dietmar Althof schuf zur Feier des Tages extra einen schokoladigen Tortennachbau des nunmehr 151. Hochbahnsteigs der Üstra. Den Ärger seiner Nachbarn über die mehrere Monate andauernden Umleitungen kann er nicht nachvollziehen. „Wir haben uns alle bei der Üstra zu bedanken. Der Bahnsteig ist eine riesige Verbesserung“, findet Althof. Mehrfach hatten Anlieger sich über vermeintlich unsinnige Ampelschaltungen und aus ihrer Sicht unpraktische Umleitungen beschwert. Um in die Stadt zu gelangen, mussten sie einen langen Umweg um die Graft in Kauf nehmen. Es gab Befürchtungen, dass die Ausweichstrecke in Notfällen die Anfahrtszeit von Rettungsfahrzeugen kritisch verlängert hätte. „Leider ist heute niemand von den Nachbarn zur Einweihung gekommen“, bemerkte auch der Vorsitzende der CDU im Bezirksrat Herrenhausen-Stöcken, Wolfgang Neubauer. Um die Nachbarn mit den Bauherren und dem neuen Bahnsteig zu versöhnen, will Schlossküchen-Chef Althof im Frühjahr ein Bürgerfest ausrichten. Von Mario Moers

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  • Stadtbezirk : Herrenhausen-Stöcken, 12. Stadtbezirk in Hannover 
  • Stadtteile: Burg, Herrenhausen, Ledeburg, Leinhausen, Marienwerder, Nordhafen und Stöcken
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 34.664 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Burg (3.725), Herrenhausen (7.660), Ledeburg (5.797), Leinhausen (2.918), Marienwerder (2.461), Nordhafen (128) und Stöcken (11.975)
  • Bevölkerungsdichte : 1.641 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30419
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