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Hunderte wollen Flüchtlingsheim sehen

Herrenhausen Hunderte wollen Flüchtlingsheim sehen

Nachbarn schauen sich in der Modulanlage an der Dorotheenstraße um – Ende April ziehen bis zu 150 Asylbewerber in die Wohnungen ein.

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Auffallend bunt: Die Modulanlage besteht aus drei Gebäuden, in denen Wohnungen mit drei bis fünf Zimmern eingerichtet worden sind.

Quelle: (Foto: Katrin Kutter)

Hannover. Die neue Flüchtlingsunterkunft an der Dorotheenstraße trifft in der Nachbarschaft auf reges Interesse. Einige Hundert Besucher haben sich dort bei einem Tag der offenen Tür umgesehen. Die Grundausstattung in den Zimmern ist immer gleich: Ein Schrank mit Vorhängeschloss, ein Tisch, ein Stuhl, ein Bett mit Matratze, eine Lampe, eine Heizung und ein Rauchmelder für die Sicherheit. Dazu gibt es ein kleines Bad und eine etwas geräumigere Wohnküche, die der zentrale Treffpunkt der Wohnung ist. Von außen fallen die drei mehrgeschossigen Gebäude deutlicher auf - denn sie sind bunt angestrichen.

„Bei den Häusern handelt es sich um eine Modulanlage aus Holzteilen“, sagte Stadtsprecher Alexis Demos bei einer Führung über das Gelände. Der Bau hat etwa 5,6 Millionen Euro gekostet. Das Konzept stammt vom Team des Architekturbüros Mosaik. Diese Bauweise habe zwei entscheidende Vorteile: „Es geht relativ schnell und ist relativ günstig.“ Ende des vergangenen Jahres sei mit dem Bau der Unterkunft begonnen worden. Ende des Monats sollen bis zu 150 Menschen einziehen. Die Unterkunft ist von der Bauweise nahezu identisch zu der an der Steigertahlstraße in Linden.

Die Wohnungen haben jeweils drei bis fünf Zimmer. Je nach Größe könnten sie als Wohngemeinschaften für Einzelpersonen oder als Unterkunft für Familien genutzt werden. Langfristig gesehen könnten dort Studenten einziehen, kündigte Demos an. „Wir befinden uns in unmittelbarer Nachbarschaft zum größten Studentenwohnheim der Stadt, da würde sich das anbieten.“

Auch Ursula Kahler und ihr Mann Dieter aus dem nahegelegenen Garbsener Ortsteil Havelse hatten sich auf den Weg gemacht. „Aus Neugier“, wie Dieter Kahler sagte. „Und weil wir ja früher selbst Flüchtlinge waren.“ Seine Familie stamme aus Ostpreußen und sei nach dem Zweiten Weltkrieg von dort vertrieben worden. Deshalb habe er Verständnis und Mitgefühl für die Flüchtlinge, die jetzt nach Deutschland kommen, sagte Kahler. Und er freue sich darüber, dass die Menschen in der Unterkunft in Herrenhausen deutlich bessere Verhältnisse vorfinden als seine Familie vor 70 Jahren in Berlin. „Wir wurden damals in einer Turnhalle einquartiert.“

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