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Herrenhausen Schlossmuseum startet Ausstellung zu Verstädterung
Hannover Aus den Stadtteilen Herrenhausen Schlossmuseum startet Ausstellung zu Verstädterung
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00:32 09.06.2018
Wie lässt sich Stadtentwicklung architektonisch begleiten? Landschaftsarchitekturstudenten aus Hannover, München und Berlin präsentieren ihre Ergebnisse in der Ausstellung „Draußen. Landschaften der globalen Verstädterung“ im Museum im Schloss Herrenhausen. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Christian Werthmann ist sich sicher. „In Hannover findet ein großes, geregeltes Stadtwachstum statt“, erklärt der Professor für Landschaftsarchitektur und Entwerfen an der Leibniz Universität Hannover. Aber in Asien, Afrika und Teilen von Südamerikas hätte die Verstädterung für uns unvorstellbare Maße angenommen. „Das Wachstum läuft da alles andere als geregelt“, berichtet er. Daher haben sich Landschaftsarchitekturstudenten aus Hannover, München und Berlin sieben verschiedenen Städten auf der ganzen Welt vorgenommen und versucht, landschaftsarchitektionische Lösungsvorschläge zu finden. Ihre Ergebnisse präsentieren die Studenten in der neuen Ausstellung „Draußen. Landschaften der globalen Verstädterung“ im Museum im Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Str. 5, die um 18 Uhr eröffnet wird.

Modelle, Bilder, kurze Filme: „Draußen“ ist eine Mitmachausstellung

Modelle, Bilder und kurze Filme: Die Mitmachausstellung soll die Situation der Menschen in Städten wie Jakarta in Indonesien, Casablanca in Marokko oder Canaan in Haiti verdeutlichen. Außerdem sollen Lösungsansätze für Probleme durch das schnelle, unregelmäßige Städtewachstum aufzeigt werden. Dabei sei es unglaublich wichtig gewesen, mit den Menschen vor Ort zu arbeiten und auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen, so Werthmann. Sieben Tische haben die Studenten gestaltet, die schon im Sommer 2017 im Architekturmuseum der TU München in leicht abgeänderter Form standen haben. Für den Professor für Landschaftsarchitektur gäbe es allerdings keinen besseren Ort als jetzt in Hannover.

„Es passt wunderbar in das Konzept für das Schlossmuseum Herrenhausen“, findet der Experte. Das bekräftigt auch Ausstellungskurator Andreas Urban. In der aktuellen Ausstellung im Schloss soll die Geschichte der Herrenhäuser Gärten, aber auch das Verhältnis des Menschen zur Natur darstellt werden. „Draußen. Landschaften der globalen Verstädterung“ zeige eben keine Statussymbole wie die Herrenhäuser Gärten, sondern die architektonische Not in einigen Städten der Welt. Der Kontrast könnte nicht stärker sein. Und gerade deswegen würde sie so gut nach Hannover passen. „Die Ausstellung hier in den Herrenhäusen zu haben, ist ein echter Glücksfall“, sagt Urban.

Die Ausstellung läuft noch bis zum Sonntag, 17. Februar. Jeden ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr werden Führungen von Experten der Landschaftsarchitektur und Entwerfen der Leibniz Universität Hannover veranstaltet.

Von Laura Ebeling

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