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Schulbus zu voll: Schüler werden stehen gelassen

Schulsanierung Schulbus zu voll: Schüler werden stehen gelassen

Die Linie 136, die Schüler der Goetheschule zum Unterricht zum Gymnasium Limmer bringt, ist jeden Morgen zur ersten Stunde überfüllt – manche Haltestellen werden gar nicht mehr angefahren. Die Region und die Üstra reagieren nun nach viel Kritik von Eltern und Schülern auf die Zustände und setzen einen zweiten Bus ein.

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Endhaltestelle Wunstorfer Straße: Der Schulbus der Linie 136 kommt brechend voll hier an.

Quelle: Foto: Kruse

Limmer. Sie stehen dicht gedrängt und müssen sich gegen die Scheiben quetschen – die Schüler der Goetheschule, die mit der Buslinie 136 zum Gymnasium Limmer fahren, haben es eng auf ihrer Fahrt dorthin. Dabei geht es ihnen noch vergleichsweise gut: Einige Haltestellen mit wartenden Schülern, darunter der Bahnhof Ledeburg, werden manchmal gar nicht erst angefahren. An der Endhaltestelle Wunstorfer Straße wird klar, warum: Kein weiterer Schüler hätte mehr in den überfüllten Bus gepasst.

Jeden Morgen das gleiche Spiel

Diese Situation spielt sich mittlerweile fast täglich zwischen 7.30 und 8 Uhr ab. Da die Goetheschule in Herrenhausen saniert wird, müssen rund 800 Schüler der Jahrgänge acht bis zwölf für die nächsten zwei Jahre das Gymnasium in Limmer besuchen. Die Üstra setzt für die pendelnden Schüler bislang nur einen Bus zur ersten Schulstunde ein – der jeden Tag maßlos überfüllt ist. Mittlerweile hat sich nicht nur der Bezirksrat über die Zustände beklagt, auch die Schülervertretung und der Schulelternrat der Goetheschule ärgern sich über die Situation. „Am 3. und am 7. November haben Eltern beobachtet, dass der Bus an den letzten drei Haltestellen einfach vorbeigefahren ist, weil er zu voll war“, sagt Hartwig Jeschke, Elternratsvorsitzender.

Die Region Hannover und die Üstra wollten in der Situation lange kein Problem sehen. Vor den Herbstferien hatte die Region eine Probefahrt in der Buslinie 136 zur ersten Schulstunde gemacht, um die Kapazitäten zu prüfen. Dabei sei keine Überfüllung festgestellt worden. Der Schulelternrat gab sich mit dieser Aussage aber nicht zufrieden und führte kurzerhand selbst systematische Zählungen durch. „Der Spitzenwert liegt bisher bei 150 beförderten Schülerinnen und Schülern. Der Bus ist aber nur für 105 Schüler zugelassen“, sagt Jeschke.

Üstra reagiert auf Kritik

Nun gibt es für die Schüler Hoffnung. In Abstimmung mit der Region hat die Üstra auf die scharfe Kritik reagiert und einen zweiten Bus der Linie 136 eingeplant. „Die Beförderung der Schüler ist uns alles andere als egal und soll natürlich möglichst bequem sein“, sagt Üstra-Pressesprecher Udo Iwannek. Ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember soll daher ein zweiter Bus zur ersten Stunde von Herrenhausen nach Limmer fahren. Trotzdem sei die Mithilfe und Zusammenarbeit mit den Schülern besonders wichtig, um die Situation zu entspannen, sagt Iwannek. „Ich bitte alle Schüler, die in der Nähe zu den Stadtbahnlinien vier oder fünf wohnen, diesen Weg zu nutzen und nicht mit dem Bus zu fahren“, bemerkte der Pressesprecher. „Nur so können wir die Situation für alle möglichst angenehm machen.“ 

Nur noch der Nothebel hilft

Bislang startet noch jeder Tag für die Herrenhäuser Schüler mit einer holprigen Busfahrt zum Gymnasium Limmer. Erleichtert steigen sie nach der knapp 20-minütigen Tour aus. „Ich konnte mich nirgendwo festhalten und war richtig eng eingequetscht“, sagt die 15-jährige Amina. „Dabei ging es heute sogar noch, weil viele Schüler erst zur zweiten Stunde Unterricht haben“, fügt sie hinzu. An einigen Tagen sei die Situation allerdings so schlimm, dass der Busfahrer die Türen mit dem Nothebel habe schließen müssen, weil sie auf dem üblichen Weg nicht mehr zugegangen wären.

Von Johanna Kruse

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