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Unzufriedenheit mit neuem Standort des Bücherschranks

Herrenhausen Unzufriedenheit mit neuem Standort des Bücherschranks

Seit ein paar Tagen ist der Bücherschrank wieder am Herrenhäuser Markt. Einige Wochen lang war der robuste Schrank verschwunden gewesen - von der Stadt eingelagert. Die hat zwischen Meldauapotheke und Sparkasse jetzt einen neuen Standort gefunden; dennoch geht die Suche weiter.

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Der neue Standort zwischen Meldauapotheke und Sparkasse: Mitarbeiter der Apotheke haben Angst, dass zwischen Schrank und Hausfassade erneut Haushaltsgegenstände abgeladen werden.

Quelle: Marcel Schwarzenberger

Hannover. Die Erleichterung bei den Fans könnte groß sein - tatsächlich aber geht die Debatte um den Standort des Bücherschranks in eine neue Runde. Für ihn suchen seit mehr als zwei Jahren die Stadt, die Anlieger und der Interessenkreis Herrenhäuser Geschäftsleute (IHG) einen akzeptablen Standort.

Im November 2009 wurde Christine Röttger, damals Vorsitzende der IHG, Patin für den frisch aufgestellten Bücherschrank. In den Regalen aus dunklem Holz kamen rasch Krimis, Romane, Sachbücher und Bücher anderer Genres unter. Wer immer mochte, nahm einen Band heraus und stellte dafür ein anderes Buch hinein. Standort und Konzept kamen bei den Herrenhäusern an. Die Sache lief gut. Bis die Wohnungsgenossenschaft Herrenhausen (WGH) Platz für ihren letzten Neubau am Herrenhäuser Markt brauchte und den Bunker im Jahr 2014 abreißen ließ. Das Möbel kam auf die andere Marktseite, vor den Eingang der Meldauapotheke. Das sei als Provisorium geplant gewesen, sagt Holger Wiemer, der in der Apotheke arbeitet und Vorstandsmitglied der IHG ist. Irgendwann sollte der Schrank wieder einen endgültigen Standort bekommen.

"Spender" hinterlassen Gebrauchtes

Bevor es aber zu einem Umzug kam, machten uninformierte Anwohner aus dem Bücherschrank etwas ganz anderes. „Es wurden gebrauchte Dinge abgestellt“, berichtete Wiemer. Das Apothekenteam entsorgte Bettwäsche, Blumenvasen und sogar Haushaltsgeräte. Von „Spendern” in der irrigen Annahme hinterlassen, der Schrank sei für alle Dinge da, die zwar noch funktionieren, aber nicht mehr gebraucht würden. „Man dachte wohl, dass es eine Tausch- oder Verschenkebox sei“, sagt Wiemer. Dabei stehen die Nutzungsbedingungen klar auf einem kleinen Schild, das am Bücherschrank angebracht ist.

Die Stadt stellte ihn kurzerhand auf den Herrenhäuser Markt, gleich neben das Toilettenhäuschen und den leer stehenden Kiosk. Auch dort gab es wenig Zuspruch. Manche Kritiker bemängelten, dass der Schrank die Abläufe des Wochenmarktes störe. Und dann lagerte die Verwaltung das Stück ein.

Suche soll weitergehen

Es folgte ein Aufschrei. „Ich habe unglaublich viele Anfragen bekommen, was denn mit dem Bücherschrank sei“, berichtet Röttger. Per Handzettel suchte sie nach einem tauglichen Standort; unter anderem war eine Fläche neben dem WGH-Neubau an der Herrenhäuser Straße im Gespräch. Die Stadt glaubt nun, mit dem neuen Standort einen Treffer gelandet zu haben. Aber auch dieser Ort sei nicht gut, weiß Röttger. Der Bücherschrank blockiert die Sicht auf eine Obstverkaufsbude. Und Wiemer befürchtet erneut, dass der Schrank zum Abladeplatz für ungebrauchte Dinge wird.

Die Suche sollte weitergehen, findet Röttger. Wiemer hat einen Vorschlag: den kleinen Platz an der Kreuzung Meldaustraße und Mußmanns Haube. Der Ort liege neben dem Marktplatz, sei gut einsehbar und durch Poller vor dem Verkehr geschützt.

Von Marcel Schwarzenberger

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