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Aus den Stadtteilen Hausgemeinschaften verkaufen wieder Trödel
Hannover Aus den Stadtteilen Hausgemeinschaften verkaufen wieder Trödel
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14:09 21.02.2018
Hier geht’s zum Hofflohmarkt: Im Umland von Hannover – etwa in Lohnde oder Höver – locken die Stände vor den Häusern regelmäßig viele Trödelfans. In Hannover koordiniert die Termine ein Unternehmer aus München. Vom 18. August bis 29. September ist an jedem Sonnabend ein anderer Kiez an der Reihe.
Hannover

Es gibt sie bereits seit mehr als zehn Jahren in München: Hofflohmärkte sind in der bayerischen Metropole ein beliebtes Nachbarschaftsprojekt. Seit drei Jahren werden auch in Hannover Höfe und Gärten für den nachbarschaftlichen Trödelbummel geöffnet. Die Saison beginnt zwar erst Mitte August, wer aber jetzt schon weiß, dass er als Verkäufer dabei sein möchte, bekommt bis Mitte Februar vom Münchner Organisator einen sogenannten Frühbucherrabatt.  Am Sonnabend, 18. August,  werden an möglichst vielen Stellen in Linden Hausbewohner in ihrem jeweiligen Hof oder Garten Secondhand-Ware verkaufen, eine Woche darauf, am 25. August, werden dann in List, Oststadt und Vahrenwald Höfe geöffnet. Am 1. September ist die Südstadt dran, gefolgt von Kirchrode am 8. September, der Nordstadt am 15. September, der Calenberger Neustadt am 22. September sowie Ricklingen zum Abschluss der Aktion am 29. September.

Entdeckertour durchs Viertel

Die Idee ist charmant: Bei einem Bummel durch das Quartier sollen die Flohmarktkunden nicht nur Nettes und Nützliches kaufen können. Es geht auch darum, auf einer Entdeckertour durch das Viertel Menschen zu treffen, die man bisher nicht kannte. Haus- und Hofgemeinschaften, die sich beteiligen möchten, können sich auf www.hofflohmaerkte-hannover.de anmelden, die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro pro Hof oder Garten, Frühbucher zahlen 10 Euro. 

 Hinter der Aktion steckt der 40-jährige Marketingfachmann René Götz aus München. Sein Ziel war es, die Hofflohmärkte auch andernorts zu etablieren. Dabei fiel die Wahl schnell auf Hannover. „Ich habe Freunde in Hannover, die haben gesagt, dass wir unbedingt dorthin gehen müssen“, erklärt der gebürtige Münchner. „Die Idee ist nicht ein einzelner Hoftrödel, sondern die Teilnahme vieler Höfe und Gärten im Stadtteil an einem Tag – eine richtig große Hofflohmärkte-Gemeinschaft“, erklärt Götz. Durch dieses Konzept verkauften Tür an Tür bis zu 350 Höfe in einem Stadtbezirk Preziosen, Unikate, Schnäppchen oder Lieblingsstücke aus der guten alten Zeit. Woche für Woche präsentiert somit ein neues Viertel seine Schätze. Neben München und Hannover initiiert der Münchner Ideengeber auch in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Dortmund Hofflohmärkte.

Die Hofflohmärkte locken wieder viele Besucher an. 

 Götz betont, dass sich an dem Flohmarkttag nur private Verkäufer beteiligen dürfen. Gewerbliche Anbieter sind nicht zugelassen. Auch soziale Einrichtungen können sich anmelden. 

Götz sammelt alle Anmeldungen und veröffentlicht zwei Wochen vor der Veranstaltung im Internet einen Quartiersplan mit den teilnehmenden Hausgemeinschaften. Inhabergeführte Geschäfte, Kulturstätten oder andere Institutionen möchte er als Kommunikator und Werbeträger ebenfalls ins Boot holen. Vorab sollen – wie in den Vorjahren – Flyer verteilt werden, die auf die Flohmärkte hinweisen und zum Beispiel in Geschäften ausliegen.

Von Susanna Bauch

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