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Kirchrode Nach Feuer: Hahnenburg wird bis Frühjahr saniert
Hannover Aus den Stadtteilen Kirchrode Nach Feuer: Hahnenburg wird bis Frühjahr saniert
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00:16 24.11.2017
„Da steckt doch unser Herz drin“: Tanja Machledt (rechts) hat die Alte Hahnenburg erst im Juni von Anne Gahbler übernommen. Im August brach dann das Feuer aus.   Quelle: Thomas
Kirchrode

 Gerade mal rund sechs Wochen war es her, dass Tanja Machledt und David Stoppel die Alte Hahnenburg wiedereröffnet hatten, da zerstörte ein Feuer weite Teile der Gaststätte an der Bemeroder Straße. Gut drei Monate nach dem Brand ist nun noch immer kein Ende der Bauarbeiten in Sicht. „Wir müssen alles komplett neu machen – allein die Fenster des Wintergartens dauern Wochen“, sagt Machledt. „Wenn alles gut läuft, wollen wir am 1. März wiedereröffnen“, kündigt sie vorsichtig an. Ganz genau absehen könne sie das allerdings nicht, schließlich legten sich auch die Handwerker nicht fest.

Im Restaurant "Alte Hahnenburg" an der Bemeroder Straße ist ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr war mit mehreren Einsatzwagen und einer Drehleiter im Einsatz, um den Brand zu löschen.

Die Sanierung des mehr als 100 Jahre alten Gebäudes bringt ohnehin einige Besonderheiten mit sich. Die historischen Möbel werden restauriert, allein das dauert bis Ende Februar. Außerdem musste die Hahnenburg komplett entkernt werden, alle Wände und Decken werden neu gemacht. „Anders würde man den Geruch nicht rauskriegen“, sagt Machledt. Der Schaden, den die Polizei nach dem Feuer vorerst auf 400.000 Euro schätzte, liegt mittlerweile bei gut einer Million Euro.

Technischer Defekt als Brandursache vermutet

Was den Brand ausgelöst hat, konnten die Ermittler bis heute nicht eindeutig klären. „Die Verbrennungen waren einfach zu großflächig“, sagt Machledt. Wahrscheinlich erscheint ein technischer Defekt eines Küchengeräts, da das Feuer in der Küche am stärksten war. Definitiv bestätigen könne man das aber nicht, sagt Machledt. Besonders schwer getroffen hat der Brand die neuen Betreiber, weil sie das Restaurant erst im Juli wiedereröffnet hatten – nachdem sie die Alte Hahnenburg renoviert und umgebaut hatten. Zuvor hatte Anne Gahbler den Familienbetrieb 30 Jahre lang geführt.

„Die ersten zwei Wochen habe ich nur geweint“

 „Wir konnten es gar nicht glauben, es war völlig unrealistisch“, erinnert sich Tanja Machledt. „Die ersten zwei Wochen habe ich nur geweint.“ Doch das Restaurant aufzugeben kam für sie und ihren Partner David Stoppel nicht infrage. „Da steckt doch unser Herz drin“, sagt sie. Viel Unterstützung bekamen die beiden außerdem von Gästen und Nachbarn, die ihnen Glück wünschten für die bevorstehende Zeit. „Die können wir doch nicht im Stich lassen“, sagt die neue Betreiberin. Sie setzt nun alles daran, die Alte Hahnenburg so schnell wie möglich wieder zu eröffnen – und versucht das auch mit einem ungewöhnlichen Trick: „Ich komme jeden Tag zur Baustelle und bringe den Handwerkern Kuchen vorbei“, sagt Machledt.

Von Johanna Stein

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