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Kirchrode Anwohner wollen Ampel am alten Standort
Hannover Aus den Stadtteilen Kirchrode Anwohner wollen Ampel am alten Standort
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00:16 24.11.2017
„Probleme sind nicht bekannt“: Die Verwaltung kann an der neuen Ampelkreuzung keine Gefahr erkennen. Quelle: Stein
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Kirchrode

Viele Kirchröder hatten die Hoffnung wohl schon aufgegeben, doch nach Jahren der Bauarbeiten sieht der Große Hillen nun wieder so aus, wie er aussehen soll. Autos und Bahnen können zumindest diesen Teil Kirchrodes wieder passieren. Und damit sich auch die Fußgänger sicher durch das Zentrum des Stadtteils bewegen können, steht seit zwei Wochen eine neue Ampelanlage im Kreuzungsbereich von Tiergartenstraße, Großer Hillen und Brabeckstraße – allerdings sehr zum Ärgernis vieler Anwohner, die sich nun mit einer Unterschriftenaktion an die Stadt wenden.

Gerade am Anfang habe ihm die neue Ampel große Sorgen bereitet, erzählt Peter-Max Pietsch, der unweit der Kreuzung wohnt. Autofahrer, die aus der Brabeckstraße nach rechts in die Tiergartenstraße abbiegen, könnten den Fußgängerüberweg nur schlecht einsehen, wie der 81-Jährige in den vergangenen zwei Wochen beobachtet hat. Da der Überweg leicht schräg ist, sei auch das gelbe Blinklicht, das den Vorrang der Fußgänger anzeigt, nicht gut zu erkennen. Die Stadt kann an dieser Stelle keine Gefahr für Fußgänger erkennen. „Die Furt ist im Vergleich zu einer rechtwinkligen Kreuzung nur minimal eingedreht. Probleme sind nicht bekannt“, teilte Stadtsprecher Dennis Dix mit.

Verlegung der Haltestelle macht Ampel überflüssig

Schon bevor die neue Ampel in Betrieb genommen wurde, löste der Standort Unmut bei vielen Bürgern aus. Der Grund: Für den Überweg im Bereich der Brabeckstraße musste eine Ampel an der Tiergartenstraße in Höhe der Kronsberger Straße weichen. „Da die Haltestelle verlegt wurde, wird an dieser Stelle keine Lichtsignalanlage mehr benötigt“, lautet die Begründung der Stadt. In mehreren Sitzungen des Bezirksrats beschwerten sich Anwohner, die Bezirksratspolitiker stellten entsprechende Anfragen an die Verwaltung. 400 Kirchröder haben nun eine Liste unterschrieben und in der jüngsten Bezirksratssitzung an Stadtbezirksmanager Darius Pilarski überreicht. Sie fordern, wieder eine Ampel in Höhe der Kronsberger Straße einzurichten. „Die Leute laufen dort jetzt einfach über die Straße – auch das ist gefährlich“, berichtet Anwohner Pietsch.

Ob eine neue Ampel am alten Standort möglich ist, prüfte die Verwaltung bereits nach einem Antrag des Bezirksrats aus dem Mai. Aus bautechnischen und vor allem auch betrieblichen Gründen habe sich die Verwaltung jedoch dagegen entschieden, heißt es in einer Stellungnahme. „Der Knotenpunktbereich müsste grundlegend umgebaut werden, um so Aufstellflächen für wartende Fußgänger und eine barrierefreie Gestaltung zu schaffen“, lautet die Begründung. Außerdem sei eine weitere Ampel, nur knapp 150 Meter von der Kreuzung entfernt, überflüssig. Den Umweg erachtet die Verwaltung als akzeptabel.

Beschwerlicher Umweg

Viele Kirchröder und auch die Bezirksratsmitglieder sehen das allerdings anders: Gerade Bewohner der umliegenden Senioren- und Behinderteneinrichtungen seien auf Ärztehaus, Apotheke, Hörgeräteakustiker und Bäckerei auf der anderen Straßenseite der Tiergartenstraße angewiesen – und für sie sei der Umweg zu beschwerlich.

Von Johanna Stein

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